Krankheit kann jeden treffen. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können, stellt sich schnell die Frage: Was passiert mit meinem Einkommen? Die Versicherung Lohnfortzahlung spielt in genau solchen Situationen eine zentrale Rolle. Sie sorgt dafür, dass Ihr Gehalt oder Einkommen auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit nicht abrupt wegfällt. In diesem ausführlichen Artikel erklären wir alles Wichtige rund um das Thema versicherung lohnfortzahlung: gesetzliche Regelungen, private Absicherungsmöglichkeiten, Voraussetzungen, Leistungen, Grenzen und häufige Fragen.
Was bedeutet Lohnfortzahlung?
Unter Lohnfortzahlung versteht man die fortgesetzte Zahlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts, wenn ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend nicht arbeiten kann. Ziel dieser Regelung ist es, das Einkommen während einer krankheitsbedingten Abwesenheit zu sichern, sodass Beschäftigte in dieser Zeit nicht ohne finanzielle Mittel dastehen.
Die Lohnfortzahlung greift dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wurde und der Arbeitnehmer seiner Meldepflicht gegenüber dem Arbeitgeber nachkommt. Während dieses Zeitraums erhalten Betroffene ihr Gehalt in der gleichen Höhe wie bei regulärer Arbeitsleistung.
In Deutschland ist die Lohnfortzahlung gesetzlich geregelt. Arbeitnehmer haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber das Gehalt für einen festgelegten Zeitraum weiterzahlt. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Arbeitsverhältnis bereits eine bestimmte Dauer bestanden hat und die Arbeitsunfähigkeit nicht selbst verschuldet wurde.
Der gesetzliche Anspruch gilt für eine begrenzte Zeit. Danach endet die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Gehaltszahlung, sofern keine andere Vereinbarung besteht.

Nach Ablauf der gesetzlichen Lohnfortzahlung tritt in vielen Fällen die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld. Dieses fällt in der Regel geringer aus als das bisherige Nettoeinkommen, wodurch eine finanzielle Lücke entstehen kann.
Um diese Einkommenseinbußen auszugleichen, entscheiden sich manche Arbeitnehmer für eine ergänzende Absicherung. Eine versicherung lohnfortzahlung in Form einer private Krankentagegeldversicherung kann dabei helfen, den finanziellen Spielraum während längerer Krankheitsphasen zu sichern.
Private Versicherungen bieten Tarife an, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen. Solche Absicherungen setzen nach dem Ende der Lohnfortzahlung ein und leisten für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ein vereinbartes Tagegeld. Auf diese Weise lässt sich das Einkommen über einen längeren Zeitraum stabil halten.
Die versicherung lohnfortzahlung richtet sich häufig an Arbeitnehmer, Selbstständige oder Freiberufler, die im Krankheitsfall auf eine verlässliche Einkommensquelle angewiesen sind.
Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
Arbeitsunfähigkeit – wie läuft der Ablauf?
Wird eine Person krankheitsbedingt arbeitsunfähig, stellt der behandelnde Arzt eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit aus. Dieses Dokument dient als Nachweis gegenüber dem Arbeitgeber und der gesetzlichen Krankenversicherung. Beide Stellen müssen über die Krankschreibung informiert werden, damit Leistungen korrekt abgewickelt werden können.
Für den Arbeitgeber ist eine Version der Bescheinigung vorgesehen, die keine Angaben zur Diagnose enthält. Dadurch bleibt die Art der Erkrankung vertraulich. Die Krankenkasse erhält eine gesonderte Ausfertigung, die für die Leistungsprüfung notwendig ist.
Besteht die Arbeitsunfähigkeit über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen, wird auf der Bescheinigung vermerkt, dass ein Anspruch auf Krankengeld besteht. In diesem Fall informiert die Krankenkasse die betroffene Person schriftlich über den Beginn und die Höhe der Zahlungen.
Wer erhält Krankengeld?
Ein Anspruch auf Krankengeld besteht für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind und eine ärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit nachweisen können. Die Voraussetzung ist, dass die formalen Meldepflichten eingehalten werden.
Auch Selbstständige können einen Anspruch erwerben, sofern sie sich bewusst für einen gesetzlichen Versicherungsschutz mit Krankengeld entschieden haben. Ohne diese Wahl besteht kein Anspruch auf entsprechende Leistungen.
Eine Einschränkung gilt während des Bezugs von Elterngeld. In dieser Phase ruht der Anspruch auf Krankengeld. Erst nach dem Ende des Elterngeldbezugs kann der Anspruch erneut entstehen, sofern weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Ab welchem Zeitpunkt wird Krankengeld gezahlt?
Die Zahlung des Krankengeldes beginnt grundsätzlich ab der siebten Woche einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit. In den ersten sechs Wochen übernimmt der Arbeitgeber weiterhin die Zahlung des Gehalts im Rahmen der gesetzlichen Lohnfortzahlung.
Eine Sonderregelung gilt bei neu begonnenen Arbeitsverhältnissen. Wird eine Person innerhalb der ersten vier Wochen nach Arbeitsbeginn krankgeschrieben, erfolgt die Zahlung direkt durch die Krankenkasse. Nach Ablauf dieser vier Wochen übernimmt der Arbeitgeber die Gehaltszahlung bis zur sechsten Woche. Danach zahlt erneut die Krankenkasse Krankengeld.
Diese Regelungen zeigen, wie eng Krankengeld und versicherung lohnfortzahlung miteinander verknüpft sind.
Wie hoch fällt das Krankengeld nach sechs Wochen aus?
Die Höhe des Krankengeldes orientiert sich am bisherigen Einkommen. In der Regel werden 70 Prozent des letzten Bruttogehalts gezahlt. Gleichzeitig gilt eine Begrenzung: Das Krankengeld darf maximal 90 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens betragen.
Von diesem Betrag werden weiterhin Beiträge zur Sozialversicherung einbehalten. Dadurch liegt der tatsächlich ausgezahlte Betrag unter dem bisherigen Nettoeinkommen. Für viele Betroffene entsteht so eine finanzielle Differenz, insbesondere bei längerer Krankheitsdauer.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Einkommenslücke
Während der ersten sechs Wochen einer Erkrankung erhalten Arbeitnehmer ihr volles Gehalt vom Arbeitgeber. Ab der siebten Woche reduziert sich das verfügbare Einkommen deutlich, da das Krankengeld nur einen Teil des vorherigen Verdienstes ersetzt. Häufig ergibt sich daraus eine Einkommenslücke von rund einem Fünftel oder mehr.
An dieser Stelle gewinnt eine ergänzende versicherung lohnfortzahlung an Bedeutung. Private Krankentagegeldversicherungen können diese Differenz ausgleichen, indem sie zusätzliche Zahlungen leisten. Dadurch lässt sich das monatliche Einkommen auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit stabilisieren.
Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung (PKV)
Was versteht man unter Krankentagegeld?
Das Krankentagegeld stellt in der privaten Krankenversicherung eine finanzielle Absicherung dar, die das Einkommen bei längerer Arbeitsunfähigkeit ersetzt. Es übernimmt eine ähnliche Funktion wie das Krankengeld in der gesetzlichen Krankenversicherung, wird jedoch individuell vereinbart. Versicherte legen selbst fest, ab welchem Krankheitstag die Zahlung beginnt und in welcher Höhe sie erfolgen soll.
Besonders für Selbstständige ist das Krankentagegeld von großer Bedeutung, da bei ihnen häufig bereits nach wenigen Tagen kein laufendes Einkommen mehr vorhanden ist. Je nach Tarif kann die Auszahlung schon ab dem achten Tag der ärztlich bestätigten Arbeitsunfähigkeit einsetzen.
Doch nicht nur Selbstständige profitieren davon. Auch angestellte Personen mit privater Vollversicherung müssen eigenständig vorsorgen, da sie keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben. Eine Krankentagegeldversicherung sorgt in diesem Fall dafür, dass das monatliche Nettoeinkommen bei längerer Krankheit gesichert bleibt.
Auch gesetzlich versicherte Arbeitnehmer können ein privates Krankentagegeld abschließen. In Verbindung mit dem gesetzlichen Krankengeld hilft diese Form der versicherung lohnfortzahlung, die Differenz zwischen dem bisherigen Einkommen und der reduzierten Leistung der Krankenkasse auszugleichen.
Die vereinbarte Leistung ist grundsätzlich flexibel wählbar. In der Praxis orientiert sich die maximale Höhe jedoch am bisherigen Einkommen. Bei gesetzlich Versicherten wird häufig darauf geachtet, dass die Gesamtleistung einen bestimmten Anteil des früheren Einkommens nicht überschreitet. Die Auszahlungen aus dem Krankentagegeld sind steuerfrei und unterliegen keiner progressiven Besteuerung. Dadurch eignet sich diese Absicherung besonders gut, um Einkommensverluste gezielt abzufedern.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bei privat versicherten Angestellten
Privat krankenversicherte Angestellte erhalten im Krankheitsfall zunächst ebenfalls ihr volles Gehalt durch den Arbeitgeber. Diese Entgeltfortzahlung gilt in der Regel für die ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit.
Ab der siebten Woche entfällt die Zahlung durch den Arbeitgeber. Da privat Versicherte kein gesetzliches Krankengeld erhalten, entsteht ohne zusätzliche Absicherung eine vollständige Einkommenslücke. Genau an diesem Punkt greift das Krankentagegeld als Teil einer durchdachten versicherung lohnfortzahlung. Es sorgt dafür, dass auch nach dem Ende der Gehaltszahlung weiterhin ein regelmäßiger Geldzufluss besteht und das Nettoeinkommen abgesichert bleibt.
Wie lange wird Krankentagegeld gezahlt?
Im Gegensatz zum Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung ist das Krankentagegeld in der PKV nicht an eine feste zeitliche Obergrenze gebunden. Die Zahlung läuft so lange, bis die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen kann.
Endet die Arbeitsunfähigkeit nicht, sondern wird eine Berufsunfähigkeit festgestellt, stellt die Krankentagegeldversicherung die Leistung ein. In diesem Fall erfolgt der Übergang in andere Absicherungsformen. Die Zahlung endet dabei zum Ende des Monats, in dem die Berufsunfähigkeit offiziell festgestellt wurde.
Diese Regelung macht deutlich, dass das Krankentagegeld vor allem für zeitlich begrenzte Krankheitsphasen gedacht ist, während andere Versicherungen langfristige Risiken abdecken.

Sinnvolle Ergänzung: Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt das Krankentagegeld sinnvoll. Sie greift, wenn die versicherte Person ihren bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr oder nur noch in geringem Umfang ausüben kann. In diesem Fall zahlt die Versicherung eine zuvor vereinbarte monatliche Rente.
Sobald die Berufsunfähigkeit festgestellt wird, endet in der Regel die Zahlung des Krankentagegeldes. Werden beide Versicherungen aufeinander abgestimmt abgeschlossen, lassen sich Übergänge klar regeln und Versorgungslücken vermeiden. Damit entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept zur Einkommenssicherung.
Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung existieren weitere Alternativen, etwa eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung. Diese leisten, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, beispielsweise wenn keine berufliche Tätigkeit mehr möglich ist oder grundlegende Fähigkeiten dauerhaft verloren gehen.
Wer übernimmt die Zahlung der Lohnfortzahlung?
Im Krankheitsfall liegt die Verantwortung für die Lohnfortzahlung zunächst beim Arbeitgeber. Wird ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig und besteht ein gültiges Arbeitsverhältnis, zahlt der Arbeitgeber das vertraglich vereinbarte Gehalt für einen festgelegten Zeitraum in voller Höhe weiter. Diese Zahlung erfolgt ohne Kürzungen und ist gesetzlich geregelt.
Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) haben verschiedene Personengruppen Anspruch auf diese Leistung. Dazu gehören unter anderem:
- Auszubildende
- Beschäftigte in Teilzeit
- geringfügig Beschäftigte (Minijob)
- Studierende mit Arbeitsvertrag
- Arbeitnehmer mit befristetem Arbeitsverhältnis
Gerade bei Minijobs ist vielen nicht bekannt, dass auch hier ein Anspruch bestehen kann. Entscheidend ist nicht die Höhe des Einkommens, sondern das Bestehen eines sozialversicherungsrechtlich relevanten Arbeitsverhältnisses. In Kombination mit einer ergänzenden versicherung lohnfortzahlung lässt sich das Einkommen im Krankheitsfall weiter absichern, sobald die gesetzliche Zahlung endet.

In welchen Fällen entfällt der Anspruch auf Lohnfortzahlung?
Nicht in jeder Situation besteht ein Anspruch auf die Fortzahlung des Gehalts. Bestimmte Umstände schließen die Zahlung durch den Arbeitgeber aus. Dazu zählt zum Beispiel eine bestehende Elternzeit. Während dieses Zeitraums ruht das Arbeitsverhältnis, wodurch kein Anspruch auf Lohnfortzahlung entsteht.
Auch die Ursache der Arbeitsunfähigkeit spielt eine entscheidende Rolle. Der Anspruch entfällt, wenn die Erkrankung oder Verletzung auf eigenes, grob pflichtwidriges Verhalten zurückzuführen ist. Dazu zählen unter anderem:
- Verletzungen nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss
- gesundheitliche Schäden infolge vorsätzlich herbeigeführter körperlicher Auseinandersetzungen
- Unfälle bei besonders gefährlichen Nebenbeschäftigungen
- gesundheitliche Beeinträchtigungen durch körperliche Überlastung außerhalb der Haupttätigkeit
- Arbeitsunfähigkeit nach medizinisch nicht notwendigen kosmetischen Eingriffen wie Schönheitsoperationen, Tattoos oder Piercings
In solchen Fällen kann der Arbeitgeber die Zahlung verweigern. Genau hier zeigt sich der Nutzen einer privaten versicherung lohnfortzahlung, die unabhängig vom Arbeitgeber greifen kann und finanzielle Einbußen auffängt, wenn kein gesetzlicher Anspruch mehr besteht.
Voraussetzungen für die Lohnfortzahlung
Damit Arbeitnehmer im Krankheitsfall Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Diese Regeln sorgen dafür, dass der Arbeitgeber nur dann weiterzahlen muss, wenn die Arbeitsunfähigkeit korrekt gemeldet und nachgewiesen wird und das Arbeitsverhältnis eine Mindestdauer erreicht hat. Wer sich zusätzlich über eine versicherung lohnfortzahlung absichert, kann Einkommenslücken nach Ablauf der gesetzlichen Zahlung auffangen – die gesetzlichen Voraussetzungen bleiben davon jedoch unberührt.
- Krankmeldung am ersten Tag: Beschäftigte müssen den Arbeitgeber unverzüglich informieren, sobald absehbar ist, dass sie arbeitsunfähig sind. In der Praxis bedeutet das: Am ersten Krankheitstag erfolgt die Meldung, bevor die Arbeit beginnen würde.
- Ärztlicher Nachweis innerhalb einer Frist: Spätestens am dritten Kalendertag der Arbeitsunfähigkeit ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Der Arbeitgeber darf allerdings verlangen, dass die Bescheinigung bereits früher eingereicht wird – im Zweifel sogar ab dem ersten Tag.
- Mindestdauer des Arbeitsverhältnisses: Ein Anspruch entsteht in der Regel erst, wenn das Arbeitsverhältnis bereits mindestens vier Wochen bestanden hat. Wer vorher erkrankt, erhält nicht automatisch Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber.
- Keine wiederholte Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung: Handelt es sich um eine sogenannte Fortsetzungserkrankung, kann der Anspruch eingeschränkt sein. Davon spricht man, wenn ein Arbeitnehmer wegen derselben Krankheit erneut ausfällt und zwischen den Krankheitsphasen nur ein kurzer Zeitraum liegt.
- Zeitliche Abstände bei wiederkehrenden Erkrankungen: Für wiederholte Ausfälle wegen derselben Ursache gelten feste Zeiträume. In der Praxis spielt vor allem eine Rolle, ob seit dem Beginn der ersten Erkrankung ein längerer Zeitraum vergangen ist. Diese Regelung betrifft häufig Personen mit länger andauernden oder wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen.

In welchen Fällen besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung
Lohnfortzahlung bei Erkrankung eines Kindes
Grundsätzlich existiert keine einheitliche gesetzliche Regelung, die eine automatische Lohnfortzahlung vorsieht, wenn Eltern ihre Arbeit unterbrechen müssen, um ein krankes Kind zu betreuen. Dennoch enthält das deutsche Zivilrecht hierzu relevante Bestimmungen.
Nach § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB behält eine Person ihren Anspruch auf Vergütung, wenn sie für eine verhältnismäßig kurze Zeit an der Arbeitsleistung gehindert ist und diese Verhinderung auf persönlichen Gründen beruht, die nicht selbst verschuldet sind. Die Erkrankung eines Kindes kann unter bestimmten Voraussetzungen unter diese Regelung fallen, sofern keine anderslautende Vereinbarung im Arbeitsvertrag besteht.
Darüber hinaus regelt das Sozialgesetzbuch, dass Eltern Anspruch auf bezahlte Freistellungstage zur Betreuung erkrankter Kinder haben können. Für gesetzlich versicherte Eltern gelten hierbei feste Höchstgrenzen pro Jahr und Kind. Diese Ansprüche bestehen nur bis zu einem bestimmten Alter des Kindes. Sobald diese Altersgrenze überschritten ist, endet auch der Anspruch auf bezahlte Freistellung.
Bei privat krankenversicherten Eltern ist der Umfang deutlich eingeschränkt. Hier stehen meist weniger Tage pro Kalenderjahr zur Verfügung. In solchen Fällen kann eine ergänzende versicherung lohnfortzahlung helfen, finanzielle Einbußen auszugleichen.
Fortzahlung des Einkommens während einer medizinischen Rehabilitation
Eine medizinische Rehabilitation gilt als Folge einer Erkrankung. Arbeitnehmer behalten daher grundsätzlich Anspruch auf eine Einkommensfortzahlung, wenn eine solche Maßnahme notwendig ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Behandlung stationär, teilstationär oder ambulant erfolgt.

Voraussetzung ist jedoch, dass die Rehabilitationsmaßnahme von der zuständigen Sozialversicherung oder dem entsprechenden Kostenträger genehmigt wurde. Liegt diese Genehmigung vor, bleibt der Anspruch auf finanzielle Leistungen bestehen. Auch hier kann eine versicherung lohnfortzahlung sinnvoll sein, falls gesetzliche Zahlungen nicht ausreichen.
Lohnfortzahlung bei reduzierter Arbeitszeit
Die Frage der Einkommensfortzahlung bei verringerter Arbeitszeit hängt von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Es lassen sich mehrere typische Konstellationen unterscheiden:
- Erkrankung vor Beginn der Arbeitszeitreduzierung: Tritt die Krankheit vor Einführung der reduzierten Arbeitszeit ein, besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung auf Basis der zuvor vereinbarten Arbeitszeit. Ergänzend kann ein Krankengeld in Höhe der reduzierten Arbeitszeit hinzukommen.
- Reduzierung der Arbeitszeit aus gesundheitlichen Gründen: Wird die Arbeitszeit aufgrund einer Erkrankung reduziert, besteht lediglich Anspruch auf Leistungen in Höhe der neuen, geringeren Arbeitszeit.
- Erkrankung während der Phase verkürzter Arbeitszeit: In diesem Fall setzt sich die Zahlung aus dem reduzierten Gehalt und einer Krankengeldleistung zusammen, die sich an der gekürzten Arbeitszeit orientiert.
- Vollständiger Arbeitsausfall nach Arbeitszeitreduzierung: Sinkt die Arbeitszeit auf null, entfällt das reguläre Gehalt. Es besteht dann lediglich Anspruch auf entsprechende Ersatzleistungen, deren Höhe sich an der vorherigen reduzierten Arbeitszeit bemisst.
In all diesen Fällen zeigt sich, dass gesetzliche Regelungen häufig nicht das gesamte Einkommen absichern. Eine private versicherung lohnfortzahlung kann hier helfen, finanzielle Stabilität zu wahren.
Fazit: Versicherung Lohnfortzahlung – mehr Sicherheit für Ihr Einkommen
Die versicherung lohnfortzahlung ist ein zentraler Baustein zur Absicherung Ihrer finanziellen Existenz bei Krankheit. Während gesetzliche Regelungen eine wichtige Grundsicherung bieten, reicht dieser Schutz für viele Menschen nicht aus. Eine private Krankentagegeldversicherung schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass Sie auch bei längeren Erkrankungen Ihren Lebensstandard halten können. Gerade für Selbstständige ist dieser Schutz oft unabdingbar.
Informieren Sie sich frühzeitig über geeignete Tarife, vergleichen Sie Angebote und wählen Sie eine Versicherung, die zu Ihrer persönlichen Situation passt. So schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen von Krankheit und behalten Ihre Planungssicherheit.
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