Schätzungsweise 600.000 Fahrräder verschwinden jedes Jahr bundesweit. Das bedeutet, dass in Deutschland durchschnittlich alle 68,4 Sekunden ein Fahrrad gestohlen wird! Diese Statistik berücksichtigt allerdings nicht die Jahreszeit. Die Daten zeigen, dass die meisten Fahrraddiebstähle im Frühling passieren. Besonders hoch ist das Diebstahlrisiko in Städten, wo überfüllte Fahrradständer und Gelegenheitsdiebe ideale Bedingungen bieten.
Leider ist jedes Fahrrad, unabhängig von seinem Wert, diebstahlgefährdet. Zwar mögen E-Bikes aufgrund ihres höheren Preises für Diebe besonders attraktiv sein, doch sind Alltagsfahrräder genauso gefährdet, da sie leicht zu transportieren sind und einen potenziellen Wiederverkaufswert haben.
Eine Fahrradversicherung kann genau hier ansetzen: Sie schützt je nach Tarif nicht nur vor Diebstahl, sondern oft auch vor Reparaturkosten, Vandalismus oder Pannen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann sich eine Fahrradversicherung lohnt, welche Leistungen wichtig sind und wie Sie den passenden Schutz für Ihr Rad finden.
Wie schließe ich die richtige Fahrradversicherung ab?
Bevor Sie eine Fahrradversicherung abschließen, sollten Sie sich zunächst klar darüber werden, welche Risiken tatsächlich abgesichert werden sollen. Reicht Ihnen ein Basisschutz gegen Diebstahl, Einbruch oder Vandalismus, oder möchten Sie Ihr Fahrrad zusätzlich gegen Unfallschäden und selbst verursachte Beschädigungen absichern?
Ein hochwertiges, diebstahlsicheres Schloss ist in jedem Fall die Grundlage des Versicherungsschutzes – und bei vielen Tarifen sogar Voraussetzung. Allerdings bietet selbst das beste Schloss keine absolute Sicherheit: Professionelle Diebe finden oft Wege, auch hochwertige Sicherungen zu überwinden.
Ebenso wichtig ist der Geltungsbereich des Versicherungsschutzes. Über eine klassische Hausratversicherung ist das Fahrrad meist nur innerhalb der eigenen Wohnung oder des Kellers versichert. Soll der Schutz auch unterwegs, auf der Straße oder am Bahnhof gelten, ist entweder eine entsprechende Zusatzklausel oder eine separate Fahrradversicherung sinnvoll. Wer einen möglichst umfassenden Rundumschutz wünscht, ist mit einer Fahrrad-Vollkasko gut beraten, da sie neben Diebstahl auch zahlreiche Schadensfälle abdeckt.
Überprüfen Sie zunächst Ihre Hausratversicherung, denn in vielen Fällen besteht hier bereits ein grundlegender Schutz für Fahrräder. Wird das Fahrrad aus der Wohnung, dem Keller oder der Garage gestohlen, gilt es als Teil des Hausrats und ist damit grundsätzlich mitversichert.
Ein Vorteil dieser Lösung ist, dass der Versicherungsschutz häufig über den reinen Diebstahl hinausgeht. Auch Schäden durch Vandalismus sowie Feuer- oder Wassereinwirkung können abgedeckt sein. Allerdings sollten Versicherte genau prüfen, ob eine Selbstbeteiligung vereinbart ist und in welcher Höhe. Zwar kann eine Selbstbeteiligung den Jahresbeitrag senken, im Schadenfall bedeutet sie jedoch zusätzliche Kosten, die selbst getragen werden müssen.

Wie eine Fahrradversicherung helfen kann
Eine Fahrradversicherung bietet Ihnen Schutz im Falle eines Diebstahls. Je nach Police deckt sie den vollen oder einen Teil des Wertes Ihres gestohlenen Fahrrads ab, sodass Sie es ersetzen können, ohne sich finanziell zu ruinieren. Dies ist besonders wichtig, wenn Ihr Fahrrad Ihr Hauptverkehrsmittel oder eine bedeutende Investition ist.
Doch eine Fahrradversicherung bietet mehr als nur Diebstahlschutz. Einige Policen bieten zusätzliche Leistungen wie:
- Schutz vor Vandalismus: Ihr Fahrrad ist vor mutwilliger Beschädigung und Zerstörung durch Unbekannte geschützt, was besonders in städtischen Gebieten sinnvoll ist.
- Schutz bei Schäden: Die Versicherung übernimmt die Reparaturkosten nach einem Unfall, Sturz, Produktionsfehlern oder Elektronikschäden und gibt Ihnen so Sicherheit in unerwarteten Situationen.
- Schutz bei Verschleiß: Die Versicherung deckt Verschleiß durch normale Nutzung ab, einschließlich Bremsen und Reifen, und sorgt so für Ihre Sicherheit.
Fahrradvollkasko – Rundumschutz für hochwertige Fahrräder
Einen besonders umfassenden Schutz bietet eine eigenständige Fahrradversicherung in Form einer Fahrradvollkasko. Sie sichert das Fahrrad gegen Diebstahl an jedem Ort ab – unabhängig davon, ob es aus dem Keller, der Garage oder vom Fahrradständer vor dem Büro entwendet wird.
Über den reinen Diebstahlschutz hinaus lassen sich je nach Tarif weitere Leistungen einschließen, etwa Schäden durch Unfälle, Material- oder Konstruktionsfehler, Brand oder mutwillige Beschädigung. Auch Teilediebstahl, beispielsweise von Akku oder Komponenten, ist in vielen Tarifen mitversichert. Damit greift der Versicherungsschutz auch dann, wenn das Fahrrad durch einen Sturz beschädigt wird oder Dritte es vorsätzlich beschädigen.
Der umfassende Leistungsumfang wirkt sich entsprechend auf die Kosten aus. Die Beiträge richten sich nach dem Wert des Fahrrads und dem gewählten Schutzumfang. Im Durchschnitt beginnen die Jahresprämien bei rund 100 Euro für Fahrräder mit einem Wert von unter 1.000 Euro. Fahrradvollkasko-Versicherungen eignen sich daher besonders für hochwertige Fahrräder und E-Bikes, bei denen ein umfassender Schutz sinnvoll ist.

Welche Versicherung passt zu welchem Fahrrad?
Welche Absicherung sinnvoll ist, hängt in erster Linie vom Wert des Fahrrads und der Art der Nutzung ab. Für ein einfaches City-Bike im niedrigen bis mittleren Preissegment genügt meist der Schutz über die klassische Hausratversicherung, insbesondere wenn das Rad überwiegend zu Hause abgestellt wird.
Wer sein Fahrrad regelmäßig im Alltag nutzt und häufig an Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen abstellt, sollte über eine zusätzliche Fahrradklausel innerhalb der Hausratversicherung nachdenken. Diese Variante eignet sich auch gut für mittel- bis höherwertige Mountainbikes sowie einfache Rennräder, die ein erhöhtes Diebstahlrisiko haben.
Für Pedelecs und E-Bikes hingegen ist oft eine Fahrradvollkasko-Versicherung empfehlenswert. Diese Räder sind in der Anschaffung meist deutlich teurer als 1.000 Euro, und die Hausratversicherung ersetzt Schäden häufig nur anteilig. Eine spezielle Fahrradversicherung bietet hier einen umfassenderen Schutz, etwa bei Diebstahl, Unfällen oder Akkuschäden.
Wichtig zu beachten: Eine Fahrradversicherung gilt nur für Fahrräder ohne gesetzliche Versicherungspflicht. Kleinkrafträder und andere zulassungspflichtige Fahrzeuge sind davon ausgeschlossen.
Fahrradversicherungen im Überblick
| Leistungsmerkmal | Hausratversicherung | Hausratversicherung mit Fahrradklausel |
|---|---|---|
| Fahrradtyp | Fahrräder bis 500 €, die zu Hause abgestellt werden | Fahrräder bis 1.000 €, auch unterwegs abgestellt |
| Diebstahlschutz | Wohnung, Keller, Garage, teilweise Hausflur | Zu Hause und unterwegs |
| Vandalismus | Wohnung, Keller, Garage, teilweise Hausflur | Zu Hause und unterwegs |
| Wasserschäden | Ja | Ja |
| Brandschutz | Ja | Ja |
| Unfallschutz | Nein | Nein |
| Kostendeckung | Anteilig zur vereinbarten Deckungssumme | Je nach Tarif anteilig oder vollständig |
| Preis | ab 55 € / Jahr | ab 70 € / Jahr |
Fahrradversicherung – Angebote vergleichen und Prämie sparen
Steigt der Wert eines Fahrrads über ein bestimmtes Niveau, lohnt es sich, die finanziellen Folgen von Diebstahl oder Beschädigungen genauer zu bedenken. In vielen Fällen lässt sich das Fahrrad kostengünstig über die bestehende Hausratversicherung absichern, die bei den meisten Haushalten ohnehin vorhanden ist. Wer noch keine Hausratversicherung abgeschlossen hat, sollte den Bedarf unbedingt prüfen – entsprechende Policen sind bereits für wenige Euro im Monat erhältlich.
Für einen erweiterten Schutz, etwa bei Unfällen im Straßenverkehr, können Radfahrer zusätzlich über eine private Haftpflichtversicherung sowie eine Unfallversicherung nachdenken. Diese greifen zwar nicht bei Schäden am eigenen Fahrrad, bieten jedoch wichtigen Schutz bei Personen- und Folgeschäden.
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| Tarif | P&P Fahrrad Sofortschutz Plus | HUK24 Diebstahl, Reparatur & Verschleiß | HUK Diebstahl, Reparatur & Verschleiß | Häger Fahrrad Top | Ammerländer Classic | Ostangler Fair Play Plus |
| Zum Anbieter | Nur beim Anbieter abschließbar | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung |
| Beiträge | 9,4/10 Sehr niedrig |
6.9/10 Niedrig |
6.4/10 Niedrig |
6.1/10 Niedrig |
7/10 Niedrig |
6.5/10 Niedrig |
| Diebstahl und Vandalismus | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Diebstahl von Zubehör | Ja | Nur, wenn mit Rad gestohlen | Nur, wenn mit Rad gestohlen | Gepäck zusätzlich versicherbar | Ja | Ja |
| Unfallschutz | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Verschleiß | Ja | Zusätzlich versicherbar | Zusätzlich versicherbar | Ja | Nicht für Reifen und Bremsen | Ja |
| Naturgefahren | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Bedienungsfehler | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Elektronikschäden | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Besonderheiten | Mit Vorschäden online nicht versicherbar | Keine | Keine | Keine | Keine Carbonräder versicherbar | Preis mit einem Papierlos-Nachlass abgefragt |
| Mieträder versichert | ✓ | X | X | ✓ | X | ✓ |
| Schutzbrief | Als eigener Vertrag erhältlich | Enthalten | Enthalten | Enthalten | Im Exclusiv-Tarif enthalten | Enthalten |
| Anbieter ist auch Risikoträger | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
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| Tarif | WGV optimal | Helden.de E-Bike & Fahrradschutz mit Verschleiß | VRK Diebstahl, Reparatur & Verschleiß | Signal Iduna Paket M | Hepster Fahrradversicherung | GVO Top VIT Plus |
| Zum Anbieter | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung |
| Beiträge | 6.7/10 Niedrig |
6.1/10 Niedrig |
6/10 Niedrig |
5.8/10 Moderat |
4.7/10 Moderat |
4.6/10 Moderat |
| Diebstahl und Vandalismus | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Diebstahl von Zubehör | Nur, wenn mit Rad gestohlen | Ja, jedoch kein Gepäck versichert | Nur, wenn mit Rad gestohlen | Ja, jedoch kein Gepäck versichert | Nur, wenn mit Rad gestohlen | Nur, wenn mit Rad gestohlen |
| Unfallschutz | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Verschleiß | Ja | Ja | Zusätzlich versicherbar | Ja | Ja | Ja |
| Naturgefahren | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Bedienungsfehler | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Elektronikschäden | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Besonderheiten | Keine | Räder, älter als 12 Monate sind nur ohne Verschleiß versicherbar | Keine | Nicht versicherbar, wenn Vorversicherung vorhanden | Keine | Keine |
| Mieträder versichert | X | ✓ | X | X | X | ✓ |
| Schutzbrief | Enthalten | Enthalten | Enthalten | Enthalten | Als eigener Vertrag erhältlich | Als Zusatzleistung versicherbar |
| Anbieter ist auch Risikoträger | Ja | Nein | Ja | Ja | Nein | Ja |
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| Tarif | Janitos Diebstahl- & Kaskoschutz | ADAC Fahrradschutz Diebstahl & Reparatur | Andsafe Diebstahl, Beschädigung & Verschleiß | Barmenia Diebstahl, Kasko & Akku Premium | FahrSicherung Fahrsicher |
| Zum Anbieter | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung | Keine Empfehlung |
| Beiträge | 1,2/10 Hoch |
1,2/10 Hoch |
0.6/10 Hoch |
0.5/10 Hoch |
0.2/10 Hoch |
| Diebstahl und Vandalismus | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Diebstahl von Zubehör | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Unfallschutz | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Verschleiß | Ja | Ja | Zusätzlich versicherbar | Ja | Ja |
| Naturgefahren | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Bedienungsfehler | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Elektronikschäden | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Besonderheiten | Nicht versicherbar, wenn Vorschaden in den letzten 12 Monaten | Keine | Nicht versicherbar, wenn vom Vorversicherer gekündigt | Keine | Absicherung mit Kündigung des Vorversicherers möglich nach Prüfung |
| Mieträder versichert | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Schutzbrief | Als Zusatzleistung versicherbar | Für Mitglieder | Als Zusatzleistung versicherbar | Als Zusatzleistung versicherbar | Als Zusatzleistung versicherbar |
| Anbieter ist auch Risikoträger | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein |
Die Höhe der Beiträge hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann sehr unterschiedlich sein, wie die Tabelle zeigt:
| Versicherung | Rad 1.200 € (Berlin) | Rad 1.200 € (Baden-Baden) | Lastenrad 3.000 € (Leipzig) | Gebrauchtrad 2.800 € (Münster) |
|---|---|---|---|---|
| P & P Sofortschutz Plus | 60 € | 60 € | 70 € | 70 € |
| Ammerländer Classic | 88 € | 63 € | 161 € | 123 € |
| Huk24 Diebstahl, Reparatur & Verschleiß | 107 € | 45 € | 215 € | 202 € |
| GVO Top Vit Plus | 103 € | 103 € | 140 € | 140 € |
Die Höhe des Versicherungsbeitrags wird vor allem durch den Umfang der Leistungen, den Wert des Fahrrads und den Wohnort bestimmt.
Je umfassender der Tarif, desto höher fällt der Beitrag aus. Vollkaskoversicherungen mit Diebstahlschutz und zusätzlichem Schutzbrief sind entsprechend am teuersten, während reine Diebstahlversicherungen die günstigste Variante darstellen.
Auch der Kaufpreis des Fahrrads hat – abhängig vom Anbieter – einen direkten Einfluss auf die Beitragshöhe. Zudem spielt der Standort eine Rolle: In Regionen mit hoher Fahrraddiebstahlquote können die Prämien spürbar steigen.
Einige Versicherer erheben außerdem Zuschläge für gebrauchte Fahrräder oder schließen diese ganz vom Versicherungsschutz aus. Für E-Bikes gilt: Sie sind nicht automatisch teurer zu versichern als klassische Fahrräder – ausschlaggebend ist in den meisten Fällen ebenfalls der Anschaffungswert des Rads.
Welche Leistungen sind bei einer Fahrradversicherung wichtig
- Diebstahlschutz ohne Nachtzeitklausel: Eine gute Fahrradversicherung sollte auch dann leisten, wenn das Rad nachts abgestellt wurde – ohne verpflichtende Nachtzeitklausel. Wichtig ist zudem, dass Einzelteile (bei E-Bikes insbesondere der Akku) sowie loses Zubehör wie etwa ein Kindersitz mitversichert sind. Achte außerdem darauf, dass Gepäck pro Schadenfall bis mindestens 1.000 Euro abgesichert ist und einzelne Gegenstände jeweils bis 300 Euro ersetzt werden.
- Grobe Fahrlässigkeit und Fehlbedienung: Der Versicherungsschutz sollte auch greifen, wenn Dir ein Missgeschick passiert – etwa bei einem Unfall durch Unachtsamkeit oder falsche Handhabung. Verursachst Du selbst einen Schaden an Deinem Fahrrad, springt ein leistungsstarker Tarif trotzdem ein.
- Wichtig: Sorgfaltspflichten beachten: Trotzdem gibt es klare Grenzen: Wird das Fahrrad ungesichert abgestellt und gestohlen, besteht in der Regel kein Versicherungsschutz. Das Abschließen mit einem geeigneten Schloss gehört zu den grundlegenden Pflichten. Wer diese missachtet, riskiert den Verlust des Versicherungsschutzes.
- Versicherungssumme und Entschädigung: Im Fall eines Totalschadens ist eine Neuwertentschädigung ideal – also die Erstattung des ursprünglichen Kaufpreises. Bei Fahrrädern, die älter als drei Jahre sind, zahlen viele Versicherer jedoch nur noch reduzierte Beträge.
- Abgedeckte Schadenarten: Neben Diebstahl sollten auch Vandalismus, Unfallschäden sowie Elementarschäden wie Sturm, Hagel, Feuer oder Überschwemmung im Leistungsumfang enthalten sein.
- Verschleiß: Beim E-Bike spielt der Akku eine zentrale Rolle. Gute Tarife sichern ihn bis zu drei Jahre ab. Häufig wird ein neuer Akku bezahlt, wenn die Kapazität unter 60 Prozent der ursprünglichen Leistung fällt. Teilweise sind auch Verschleißteile wie Reifen oder Bremsen versichert. Dabei solltest Du abwägen, ob sich eine Schadenmeldung lohnt – denn Versicherer können nach mehreren Schäden kündigen.
- Mindestlaufzeit: Empfehlenswert ist eine Laufzeit von ein bis drei Jahren. Da Fahrräder mit der Zeit an Wert verlieren, ist ein sehr langfristiger Schutz oft unnötig. Wird Dein Rad jedoch auch nach drei Jahren noch zum Neupreis ersetzt, kann ein Drei-Jahres-Vertrag sinnvoll sein – häufig sogar mit günstigeren Beiträgen.
- Selbstbeteiligung: Am besten verzichtest Du ganz auf eine Selbstbeteiligung oder wählst maximal 50 Euro. Höhere Selbstbeteiligungen lohnen sich meist nicht, da typische Schäden oft unter diesem Betrag liegen und die Ersparnis gering ist.
Versicherer unterscheiden grundsätzlich zwischen klassischen Fahrrädern und E-Bikes. Gerade bei E-Bikes solltest Du genau prüfen, wie Akku, Zubehör und Verschleiß geregelt sind – insbesondere bei Diebstahl einzelner Komponenten.
Einige Anbieter bieten Familien- oder Mehrfachtarife, mit denen mehrere Räder günstiger abgesichert werden können. Häufig muss jedoch jedes Fahrrad einzeln versichert werden.
Mit Tarifen wie Pergande & Pöthe Sofortschutz Plus oder Ammerländer Classic erhältst Du einen soliden Schutz zu fairen Beiträgen.
Verursachst Du bei einem Verkehrsunfall einen Schaden an Dritten – auch bei Mitschuld –, greift die Fahrradversicherung nicht. Dafür ist die private Haftpflichtversicherung zuständig. Sie zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt und sollte in keinem Haushalt fehlen.

Was kostet die Versicherung mit Schutzbrief?
In unserer Recherche haben wir Jahresbeiträge für Fahrradtarife mit Schutzbrief zwischen 75 und 221 Euro ermittelt. In der folgenden Tabelle findest Du dazu ausgewählte Beispielangebote. Wichtig ist jedoch zu betonen, dass es sich hierbei lediglich um Richtwerte handelt.
Die Kosten für einen Fahrradschutzbrief können deutlich schwanken – abhängig von Faktoren wie Wohnort, Wert und Zustand des Fahrrads. Entsprechend ist es möglich, dass Dir bei einem Tarifvergleich auch Angebote begegnen, die unter oder über der genannten Preisspanne liegen.
| Versicherung | Rad 1.200 € (Berlin) | Rad 1.200 € (Baden-Baden) | Lastenrad 3.000 € (Leipzig) | Gebrauchtrad 2.800 € (Münster) |
|---|---|---|---|---|
| P & P Sofortschutz Plus mit Schutzbrief | 75 € | 75 € | 85 € | 85 € |
| Ammerländer Exclusiv¹ | 133 € | 101 € | 221 € | 173 € |
| Huk24 Diebstahl, Reparatur & Verschleiß² | 107 € | 45 € | 215 € | 202 € |
| GVO Top Vit Plus mit Schutzbrief | 111 € | 111 € | 148 € | 148 € |
Hinweise:
¹ Für den Schutzbrief ist ein separater Tarif erforderlich, der zusätzliche Leistungen umfasst.
² Die Pannenhilfe ist bereits im Tarif enthalten, eine zusätzliche Buchung ist nicht nötig.
Alle Beträge gerundet. Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: Mai/Juni 2025).
Wann bekommst Du keine Versicherung für Dein Rad?
Nicht jedes gebrauchte Fahrrad lässt sich bei allen Versicherern absichern. Mittlerweile ist eine Versicherung jedoch bei vielen Anbietern möglich, sofern das Rad nicht älter als zwölf Monate ist und ein Kaufbeleg vom Händler vorliegt. Privatkäufe sind dagegen häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Wichtig ist außerdem, den Abschluss der Versicherung nicht zu lange hinauszuzögern. Viele Versicherer akzeptieren Fahrräder nur innerhalb weniger Wochen nach dem Kaufdatum – unabhängig davon, ob es sich um ein neues oder gebrauchtes Rad handelt.
Auch bei Carbonrädern ist Vorsicht geboten: Nicht alle Anbieter nehmen diese Modelle in den Versicherungsschutz auf, sodass hier oft ein genauer Vergleich nötig ist.
Wird das Fahrrad sportlich genutzt, etwa bei Radrennen, Wettkämpfen oder Downhill-Fahrten, schränkt sich die Auswahl weiter ein. Solche Einsätze sind bei vielen Tarifen ausdrücklich ausgeschlossen.
Ähnlich verhält es sich mit Vorschäden oder einer problematischen Versicherungshistorie. Wer bereits einen Schaden hatte oder vom Vorversicherer gekündigt wurde, erhält nicht bei jedem Anbieter erneut Versicherungsschutz.
Reicht es aus, das Fahrrad über die Hausrat abzusichern?
Da Fahrräder zum Hausrat zählen, sind sie über die Hausratversicherung grundsätzlich gegen Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel und Leitungswasser geschützt. Auch Einbruchdiebstahl ist mitversichert.
Hat Dein Fahrrad einen Kaufpreis von bis zu etwa 1.200 Euro und legst Du keinen Wert auf einen umfassenden Kaskoschutz, kann die Absicherung über die Hausratversicherung eine kostengünstige Lösung sein.
Allerdings gibt es dabei wichtige Einschränkungen: Versichert ist zunächst nur der Einbruchdiebstahl. Das bedeutet, der Täter muss erst in die Wohnung, den Keller oder einen abgeschlossenen Fahrradraum einbrechen und das Fahrrad anschließend stehlen. Erst dann greift der Versicherungsschutz. Wird das Fahrrad bei einem Einbruch lediglich mutwillig beschädigt, ist dieser Vandalismusschaden ebenfalls versichert – aber nur im Zusammenhang mit einem Einbruch.
Problematisch wird es, wenn das Fahrrad über Nacht im Gemeinschaftskeller eines Mehrfamilienhauses oder im Innenhof abgestellt ist. In solchen Fällen besteht über die Hausratversicherung in der Regel kein Schutz.
Welche Versicherungssummen zahlt die Hausratversicherung für Fahrräder?
Die Hausratversicherung verfügt über eine festgelegte Versicherungssumme, die sich in der Regel nach der Wohnfläche richtet. Für Fahrräder gilt diese Höchstsumme jedoch nicht in voller Höhe. Stattdessen ist der Schutz meist auf einen deutlich geringeren Betrag begrenzt. Genau aus diesem Grund sind hochpreisige Fahrräder häufig in einer separaten Fahrradversicherung besser aufgehoben.
In unserem Hausrat-Test sind uns dabei zwei gängige Modelle aufgefallen. Beim ersten gilt:
1. Begrenzung auf einen prozentualen Anteil der Versicherungssumme
Alle zum Haushalt gehörenden Fahrräder sind zusammen bis zu zwei Prozent der gesamten Hausrat-Versicherungssumme abgesichert. Wie sich das konkret auswirkt, zeigt die folgende Tabelle. Dabei wird deutlich: Unabhängig vom tatsächlichen Kaufpreis der Fahrräder liegt die maximale Entschädigung in unserem Beispiel bei 1.040 Euro.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Versicherungssumme der Hausratversicherung (80 m²-Wohnung) | 52.000 € |
| Fahrraddiebstahl abgesichert bis | maximal 2 % der Versicherungssumme |
| Maximale Entschädigung (für alle Fahrräder zusammen) | 1.040 € |
2. Feste Entschädigungssumme für Fahrräder
Bei manchen Hausratversicherungen sind Fahrräder bis zu einem fest definierten Höchstbetrag abgesichert. Häufig liegt dieser ohne Zusatzkosten bei maximal 1.200 Euro – unabhängig vom tatsächlichen Wert der Räder.
Teilweise lässt sich dieser Betrag erhöhen, allerdings nur gegen einen Mehrbeitrag. Deshalb ist es wichtig, vorab genau zu prüfen, welche Entschädigungssumme vereinbart ist, ob sie für Deine Fahrräder ausreicht und ob zusätzliche Kosten für eine höhere Absicherung anfallen.
Um den Fahrradschutz über Deine Hausratversicherung realistisch einschätzen zu können, solltest Du einen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen und Dir folgende Fragen stellen:
- Wie hoch ist die maximale Erstattung für Fahrräder?
- Ist eine spezielle Fahrrad- oder Diebstahlklausel im Vertrag enthalten?
Zusätzlich solltest Du bedenken, dass eine vereinbarte Selbstbeteiligung in der Hausratversicherung auch für Fahrräder gilt. Bei eigenständigen Fahrradversicherungen empfehlen wir dagegen keine Selbstbeteiligung – entsprechend wurde sie in unserer Auswertung nicht berücksichtigt.
Eine Fahrradversicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Ihr Rad einen höheren Wert hat oder Sie es häufig im Alltag nutzen und unterwegs abstellen. Entscheidend sind die Details: Diebstahlschutz, Neuwert- oder Zeitwert-Erstattung, Absicherung von Akku und Zubehör beim E-Bike sowie klare Regeln zu Schloss und Abstellort. Wer die Bedingungen sorgfältig prüft und Tarife vergleicht, findet eine Lösung, die zum eigenen Fahrprofil passt – und kann im Ernstfall viel Geld und Ärger sparen.
Häufig gestellte Fragen
Wann lohnt sich eine Fahrradversicherung?
Eine Fahrradversicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ein Fahrrad aus der preislichen Mittelklasse besitzen – also mit einem Anschaffungswert ab etwa 500 Euro. Bei sehr günstigen oder bereits älteren Fahrrädern, die sich im Ernstfall schnell und günstig ersetzen lassen, genügt häufig der Basisschutz über die Hausratversicherung.
Wie hoch sind die Kosten für eine Fahrradversicherung?
Für Fahrräder mit einem Wert von bis zu 500 Euro reicht in vielen Fällen der Schutz über die Hausratversicherung aus. Die monatlichen Kosten liegen hier bei etwa 4,50 Euro.
Räder mit einem Wert von bis zu 1.000 Euro sollten idealerweise über eine Fahrradklausel innerhalb der Hausratversicherung abgesichert werden. Dieser erweiterte Schutz kostet rund 5,80 Euro pro Monat.
Wer sich für eine Fahrrad-Vollkaskoversicherung entscheidet, zahlt dafür im Durchschnitt etwa 8,30 Euro monatlich.
Wann zahlt die Hausratversicherung bei Fahrraddiebstahl?
Grundsätzlich ist Ihr Fahrrad über die Hausratversicherung versichert, wenn es aus Keller, Wohnung, Haus oder Garage entwendet wird.
Wichtig: Die meisten Hausrat-Tarife setzen voraus, dass es sich um abschließbare Räume handelt und das Fahrrad – etwa im eigenen Keller – zusätzlich mit einem separaten Schloss gesichert ist. Sind diese Bedingungen erfüllt, besteht bei einem Einbruchdiebstahl Versicherungsschutz.
Ist ein E-Bike über die Hausratversicherung mitversichert?
Ob ein E-Bike über die Hausratversicherung abgesichert ist, hängt von dessen Motorleistung ab. E-Bikes bzw. Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h können in der Regel problemlos über die Hausratversicherung mitversichert werden.
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