Elektronische Geräte gehören heute zu unserem täglichen Leben. Ob im Büro, in der Produktion oder im privaten Haushalt – Computer, Server, Netzwerktechnik, Präsentationsgeräte und andere elektronische Systeme sind unverzichtbar geworden. Aber diese Technik ist empfindlich und kann schnell beschädigt werden – etwa durch Bedienungsfehler, Überspannung, Wasser, Brand oder andere unvorhergesehene Ereignisse. Eine Elektronikversicherung bietet hier Schutz, indem sie finanzielle Risiken im Schadensfall übernimmt und Ihnen hilft, Ausfälle zu kompensieren.
Was versteht man unter einer Elektronikversicherung?
Eine Elektronikversicherung ist eine spezielle Form der Sachversicherung, die elektronische und elektrotechnische Geräte sowie technische Anlagen gegen eine Vielzahl möglicher Schäden absichert. Sie richtet sich sowohl an private Nutzer als auch an Unternehmen, die auf funktionierende Technik angewiesen sind. Versichert werden können einzelne Geräte ebenso wie komplette Systeme.
Der Versicherungsschutz basiert in vielen Tarifen auf dem Prinzip der sogenannten Allgefahren-Deckung. Das bedeutet, dass Schäden grundsätzlich abgesichert sind, sofern sie nicht ausdrücklich in den Vertragsbedingungen ausgeschlossen werden. Dadurch entsteht ein breiter Schutzrahmen, der viele unvorhersehbare Schadenursachen einschließt.

Zu den typischen versicherten Risiken zählen unter anderem Fehlbedienungen durch Anwender, technische Störungen wie Kurzschluss oder Überspannung sowie Schäden durch äußere Einflüsse. Auch Ereignisse wie Blitzschlag, Brand, Wasser- oder Feuchtigkeitseinwirkung können unter den Schutz der Elektronikversicherung fallen. Je nach Tarif können ebenfalls Schäden durch Sturm, Frost oder andere äußere Einwirkungen berücksichtigt werden.
Versicherbar sind sowohl fest installierte Geräte als auch mobile Technik. Dazu gehören beispielsweise Server in Rechenzentren, medizinische Geräte, Produktionsanlagen, Kassensysteme oder auch Laptops und Tablets, die außerhalb des Betriebs genutzt werden. Die Elektronikversicherung deckt in der Regel Reparaturkosten oder den Ersatz beschädigter Geräte ab, abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang.
Warum lohnt sich eine Elektronikversicherung?
Elektronische Geräte sind häufig mit hohen Anschaffungskosten verbunden und reagieren empfindlich auf technische oder äußere Einflüsse. Bereits kleinere Defekte können dazu führen, dass Geräte nicht mehr einsatzfähig sind oder wichtige Daten verloren gehen. Ohne passenden Versicherungsschutz müssten die entstehenden Kosten vollständig selbst getragen werden.
Zwar sind bestimmte Geräte über Hausrat- oder Inhaltsversicherungen abgesichert, dieser Schutz ist jedoch meist auf klar definierte Schadenursachen begrenzt. Schäden durch Bedienfehler, technische Defekte oder innere Ursachen bleiben dort häufig unberücksichtigt. Eine Elektronikversicherung schließt diese Lücken und bietet einen gezielten Schutz für sensible Technik.

Für Unternehmen hat die Absicherung eine besondere Bedeutung. Fällt wichtige Technik aus, kann dies zu Unterbrechungen im Betriebsablauf führen. Serverausfälle, defekte Telefonanlagen oder nicht funktionierende Produktionsmaschinen können den Arbeitsprozess erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen übernimmt die Elektronikversicherung nicht nur die Kosten für Reparatur oder Ersatz, sondern kann je nach Vertrag auch finanzielle Folgen des Ausfalls berücksichtigen.
Auch für Selbstständige und Freiberufler kann eine Elektronikversicherung sinnvoll sein, da technische Geräte oft die Grundlage der täglichen Arbeit darstellen. Der Schutz sorgt dafür, dass unerwartete Schäden nicht zu langfristigen finanziellen Belastungen führen und der Geschäftsbetrieb schneller wieder aufgenommen werden kann.
Arten der Elektronikversicherung
Zur Absicherung technischer Geräte und elektronischer Anlagen stehen verschiedene Versicherungsmodelle zur Verfügung. Welche Form der Elektronikversicherung passend ist, hängt davon ab, ob der Schutz privat oder gewerblich benötigt wird und welche Risiken abgedeckt werden sollen.
- Eigenständige Elektronikversicherung: Diese Variante richtet sich an Personen oder Unternehmen, die gezielt elektronische Geräte absichern möchten. Der Versicherungsschutz wird unabhängig von anderen Policen vereinbart und kann auf einzelne Geräte oder komplette Systeme zugeschnitten sein. Sie eignet sich besonders dann, wenn ein weitergehender Schutz über klassische Grundabsicherungen hinaus gewünscht wird.
- Absicherung über die Hausratversicherung: Elektronische Geräte können auch Bestandteil einer Hausratversicherung sein. In diesem Rahmen sind sie jedoch meist nur gegen bestimmte Schadenereignisse geschützt, etwa bei Einbruchdiebstahl, Feuer oder Leitungswasser. Schäden, die durch Fehlbedienung oder Unachtsamkeit entstehen, sind in vielen Fällen nicht eingeschlossen und erfordern eine separate Elektronikversicherung.
- Elektronikversicherung für gewerbliche Zwecke: Für Selbstständige und Betriebe gibt es spezielle Lösungen im Rahmen der gewerblichen Absicherung. Die Elektronikversicherung kann hier Teil einer Inhaltsversicherung sein, die die gesamte Betriebseinrichtung schützt. Der Versicherungsumfang wird an die eingesetzten Geräte, Maschinen und technischen Anlagen angepasst.

Welche Geräte sind durch eine Elektronikversicherung abgesichert?
Eine Elektronikversicherung kann für eine Vielzahl elektronischer Geräte abgeschlossen werden. Die Versicherer ordnen die einzelnen Gegenstände häufig bestimmten Gerätegruppen zu, für die unterschiedliche Tarifregelungen gelten.
- Küchen- und Haushaltsgeräte: Dazu zählen unter anderem Waschmaschinen, Geschirrspüler oder elektrische Herde. Diese Geräte sind täglich im Einsatz und können bei Defekten hohe Reparatur- oder Ersatzkosten verursachen.
- Geräte der Bild- und Tontechnik: Fernseher, Beamer, Videokameras oder Abspielgeräte fallen häufig in eigene Tarifbereiche. Sie gehören zu den klassischen Anwendungsfällen einer Elektronikversicherung im privaten Umfeld.
- Unterhaltungselektronik und mobile Geräte: Smartphones, Tablets, Spielkonsolen oder elektronische Musikinstrumente lassen sich ebenfalls absichern. Gerade bei hochwertigen Geräten schützt die Elektronikversicherung vor unerwarteten finanziellen Belastungen.
- Elektrische Maschinen und Anlagen im Gewerbe: Im betrieblichen Bereich können Produktionsmaschinen, technische Anlagen oder IT-Systeme versichert werden. Je nach Vertrag können auch finanzielle Folgen eines Ausfalls berücksichtigt werden, etwa durch Produktionsunterbrechungen oder entgangene Erlöse.
Welche Geräte und Systeme sind versicherbar?
Eine Elektronikversicherung bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl technischer Geräte und elektronischer Systeme abzusichern, die im privaten, beruflichen oder betrieblichen Umfeld eingesetzt werden. Der konkrete Umfang richtet sich nach dem jeweiligen Tarif und der Art der versicherten Technik. In vielen Fällen können sowohl einzelne Geräte als auch komplexe Systemlandschaften in den Versicherungsschutz einbezogen werden.
Datentechnik
Zur Datentechnik zählen zentrale und dezentrale Komponenten der IT-Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem Server, Netzwerksysteme, Arbeitsplatzrechner, Notebooks sowie externe und interne Speicherlösungen. Auch ergänzende Hardware wie Peripheriegeräte oder technische Schnittstellen können Bestandteil des Versicherungsschutzes sein. Eine Elektronikversicherung deckt hier Schäden ab, die den Betrieb oder die Verfügbarkeit von Daten und Systemen beeinträchtigen.
Kommunikationstechnik
Unter Kommunikationstechnik fallen alle elektronischen Systeme, die der internen oder externen Verständigung dienen. Dazu zählen Telefonanlagen, Router, Vermittlungssysteme, Gegensprechanlagen oder vergleichbare technische Einrichtungen. Gerade in Unternehmen ist diese Technik für den täglichen Ablauf von großer Bedeutung, weshalb eine Absicherung über die Elektronikversicherung sinnvoll sein kann.

Büro- und Präsentationstechnik
Auch Geräte, die im Büroalltag oder bei Präsentationen eingesetzt werden, können versichert werden. Dazu gehören Drucker, Kopierer, Scanner, Diktiergeräte sowie Präsentationstechnik wie Beamer, Monitore oder großformatige Displays. Diese Geräte sind häufig im Dauereinsatz und können bei Defekten zu spürbaren Einschränkungen im Arbeitsablauf führen.
Sicherheitstechnik
Im Bereich der Sicherheitstechnik lassen sich unterschiedliche Systeme in den Versicherungsschutz aufnehmen. Dazu zählen Alarmanlagen, Brandmeldeeinrichtungen, Zutrittskontrollen oder Warensicherungssysteme. Eine Elektronikversicherung kann hier Schäden an der Technik selbst abdecken, die die Funktionsfähigkeit der Sicherheitsinfrastruktur beeinträchtigen.
Produktionstechnik
In gewerblichen Betrieben umfasst der Versicherungsschutz häufig auch elektronische Produktionsgeräte. Dazu zählen Maschinen, Mess- und Prüftechnik, Steuerungseinheiten sowie spezialisierte Anlagen, die in Fertigungs- oder Produktionsprozessen eingesetzt werden. Je nach Tarif können auch technische Komponenten abgesichert werden, die für die Überwachung und Regelung von Abläufen erforderlich sind.
Nicht in jedem Fall sind rein private Elektrogeräte automatisch eingeschlossen. Ob ein Gerät über die Elektronikversicherung abgesichert werden kann, hängt davon ab, ob es eindeutig einem beruflichen oder geschäftlichen Zweck dient und wie der jeweilige Tarif gestaltet ist. Eine genaue Prüfung der Vertragsbedingungen ist daher sinnvoll.
Unterschiede zwischen Hausratversicherung und Elektronikversicherung
Viele Versicherte gehen zunächst davon aus, dass eine Hausratversicherung ausreichend Schutz für elektronische Geräte bietet. Tatsächlich ist der Leistungsumfang der Hausratversicherung jedoch auf bestimmte Schadenursachen begrenzt. In der Regel greift sie bei Ereignissen wie Einbruchdiebstahl, Brand, Leitungswasser oder Sturm. Schäden, die aus dem laufenden Gebrauch oder aus technischen Gründen entstehen, sind häufig nicht Bestandteil des Versicherungsschutzes.
Eine Elektronikversicherung setzt genau an diesen Punkten an. Sie wurde speziell dafür konzipiert, elektronische Geräte und Systeme gegen Risiken abzusichern, die im Alltag oder im beruflichen Umfeld vergleichsweise häufig auftreten. Dazu zählen unter anderem Schäden, die durch Unachtsamkeit, Fehlbedienung oder innere technische Ursachen ausgelöst werden.

Während die Hausratversicherung eher einen grundlegenden Schutz bietet, richtet sich die Elektronikversicherung gezielt an die besonderen Anforderungen moderner Technik. Sie berücksichtigt auch Schadenursachen wie Kurzschluss, Überspannung oder interne Fehlfunktionen, die bei empfindlichen Geräten erhebliche Folgen haben können. Ebenso können Material- oder Produktionsfehler versichert sein, sofern dies im Tarif vorgesehen ist.
Wer sich ausschließlich auf die Hausratversicherung verlässt, trägt daher bei vielen typischen Elektronikschäden ein finanzielles Risiko. Erst durch eine separate Elektronikversicherung lassen sich diese Lücken schließen und ein erweiteter Schutz für wertvolle Technik erreichen.
Welche Schäden sind durch eine Elektronikversicherung abgesichert?
Eine Elektronikversicherung kann Schäden aus unterschiedlichen Ursachen abdecken. Der genaue Umfang richtet sich nach den vereinbarten Vertragsbedingungen, dennoch lassen sich typische Schadenarten benennen, die in vielen Tarifen berücksichtigt werden.
Schäden durch Bedienungsfehler oder Unachtsamkeit
Elektronische Geräte reagieren sensibel auf falsche Handhabung. Wird ein Gerät versehentlich falsch eingestellt oder unsachgemäß bedient und fällt dadurch aus, kann die Elektronikversicherung für die entstehenden Kosten aufkommen. Dies gilt sowohl im privaten als auch im betrieblichen Einsatz.
Technische Störungen und innere Schäden
Auch ohne äußere Einwirkung können elektronische Geräte Schaden nehmen. Kurzschluss, Überspannung, Überstrom oder interne Fehlfunktionen gehören zu den häufigsten Ursachen für Defekte. Eine Elektronikversicherung deckt solche technischen Störungen ab, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.

Schäden durch Naturereignisse
Einflüsse wie Blitzschlag, Sturm, Frost, Eis oder eindringendes Wasser können empfindliche Elektronik erheblich beschädigen. Viele Elektronikversicherungen schließen diese Ereignisse in den Versicherungsschutz ein, insbesondere wenn sie zu einem plötzlichen Geräteausfall führen.
Herstellungs- oder Materialfehler
In bestimmten Tarifen sind auch Schäden abgesichert, die auf Konstruktionsmängel oder fehlerhafte Materialien zurückzuführen sind. Solche Defekte können sich erst im laufenden Betrieb zeigen und hohe Reparaturkosten verursachen.
Folgekosten nach einem Schaden
Neben der Reparatur oder dem Ersatz eines Geräts können weitere Kosten entstehen. Dazu zählen beispielsweise Aufräumarbeiten, Bergung beschädigter Technik oder Entsorgung nicht mehr nutzbarer Komponenten. Einige Elektronikversicherungen berücksichtigen auch diese Folgekosten im Rahmen des Versicherungsschutzes.
Da Leistungen und Ausschlüsse je nach Anbieter variieren, ist es sinnvoll, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen, um den tatsächlichen Umfang der Elektronikversicherung zu kennen.
Welche Risiken sind bei einer Elektronikversicherung meist ausgeschlossen?
Auch eine Elektronikversicherung deckt nicht jede denkbare Schadenursache ab. Bestimmte Risiken sind in vielen Verträgen bewusst ausgeschlossen, um den Leistungsumfang klar abzugrenzen. Zu den typischen Ausschlüssen zählen unter anderem folgende Punkte:
- Verschleiß und altersbedingte Abnutzung: Schäden, die sich schrittweise durch den normalen Gebrauch entwickeln, gelten nicht als versicherte Ereignisse. Dazu zählen Abnutzungserscheinungen, Materialermüdung oder Leistungsabfall, die im Laufe der Zeit auftreten und keinen plötzlichen Schaden darstellen.
- Bereits bekannte oder bestehende Schäden: Defekte oder Mängel, die vor Beginn der Elektronikversicherung vorhanden waren oder dem Versicherungsnehmer bekannt sein mussten, sind in der Regel nicht abgesichert. Die Versicherung setzt voraus, dass der Schaden unerwartet eintritt und nicht bereits absehbar war.
- Politische und außergewöhnliche Ereignisse: Schäden, die im Zusammenhang mit inneren Unruhen, militärischen Auseinandersetzungen oder vergleichbaren außergewöhnlichen Situationen entstehen, gehören meist nicht zum Leistungsumfang der Elektronikversicherung. Auch Risiken mit nuklearem Hintergrund sind häufig ausgeschlossen.
- Vorsätzliche Beschädigung und unsachgemäße Behandlung: Wird ein Gerät absichtlich beschädigt oder entgegen den technischen Vorgaben betrieben, greift der Versicherungsschutz in der Regel nicht. Gleiches gilt, wenn Wartung und Pflege dauerhaft vernachlässigt werden und daraus ein Schaden entsteht.
- Reine Datenverluste ohne Sachschaden: Gehen Daten verloren oder werden beschädigt, ohne dass ein physischer Defekt an der Hardware vorliegt, fällt dies häufig nicht unter den Standardschutz einer Elektronikversicherung. Eine Absicherung solcher Fälle erfordert meist gesonderte vertragliche Regelungen.

Varianten der Elektronikversicherung
Die Elektronikversicherung kann je nach Bedarf und Einsatzbereich in unterschiedlichen Formen abgeschlossen werden. Versicherer bieten verschiedene Modelle an, die sich an der Anzahl der Geräte, deren Wert und dem Nutzungskontext orientieren.
Einzel-Elektronikversicherung
Bei dieser Variante wird ein bestimmtes Gerät oder eine einzelne technische Anlage gezielt versichert. Diese Form eignet sich besonders für hochwertige oder sensible Technik, bei der ein Schaden mit hohen Reparatur- oder Ersatzkosten verbunden wäre. Der Versicherungsschutz wird exakt auf das jeweilige Objekt abgestimmt.
Pauschale Elektronikversicherung
Eine pauschale Elektronikversicherung bezieht sich auf mehrere Geräte oder komplette Gerätegruppen innerhalb eines Vertrags. Diese Lösung bietet sich an, wenn zahlreiche elektronische Geräte vorhanden sind, die nicht einzeln aufgeführt werden sollen. Häufig wird diese Form gewählt, um den Verwaltungsaufwand gering zu halten und dennoch einen klar definierten Schutzrahmen zu schaffen.

Elektronikversicherung für gewerbliche Zwecke
Für Unternehmen stellt die Elektronikversicherung einen wichtigen Bestandteil der betrieblichen Absicherung dar. Neben einzelnen Geräten können auch komplexe technische Systeme aus den Bereichen Produktion, IT oder Kommunikation versichert werden. Je nach Vertragsgestaltung können auch finanzielle Folgen eines Geräteausfalls berücksichtigt werden, etwa Kosten durch Betriebsunterbrechungen oder Einschränkungen im Arbeitsablauf.
Welche Variante passend ist, hängt von der Art der Technik, dem Umfang der eingesetzten Geräte und dem individuellen Absicherungsbedarf ab. Ein Vergleich der verschiedenen Modelle hilft dabei, die geeignete Elektronikversicherung zu wählen.
Wie wird die Versicherungssumme bei einer Elektronikversicherung ermittelt?
Die Versicherungssumme bildet die Grundlage des Versicherungsschutzes und sollte den tatsächlichen Wert der abgesicherten Technik widerspiegeln. Bei einer Elektronikversicherung gibt es dafür unterschiedliche Ansätze:
- Bewertung einzelner Geräte nach Neuwert oder Wiederbeschaffungswert: Wird ein einzelnes elektronisches Gerät versichert, orientiert sich die Versicherungssumme häufig am Betrag, der für die Neuanschaffung eines gleichwertigen Geräts erforderlich wäre. Diese Berechnung stellt sicher, dass im Schadenfall ein Ersatz ohne finanzielle Einbußen möglich ist.
- Zusammenfassung mehrerer Geräte bei pauschaler Absicherung: Bei einer pauschalen Elektronikversicherung wird nicht jedes Gerät einzeln bewertet. Stattdessen ergibt sich die Versicherungssumme aus dem Gesamtwert aller versicherten Geräte oder aus festgelegten Gerätegruppen, etwa IT-Technik, Bürogeräte oder Produktionsanlagen.
- Einteilung in Kategorien oder Wertstufen: Viele Versicherer arbeiten mit festen Kategorien, um Geräte ähnlicher Art zusammenzufassen. Dadurch lässt sich die Versicherungssumme übersichtlich festlegen, ohne jedes einzelne Gerät detailliert auflisten zu müssen.
- Anpassung bei Veränderungen im Gerätebestand: Wird neue Technik angeschafft oder bestehende Geräte ersetzt, sollte die Versicherungssumme überprüft werden. Eine aktualisierte Summe sorgt dafür, dass der Schutz der Elektronikversicherung weiterhin zum tatsächlichen Bestand passt.
Kosten der Elektronikversicherung – Einflussfaktoren im Überblick
Die Beitragshöhe einer Elektronikversicherung ergibt sich aus mehreren Komponenten, die gemeinsam das Risiko und den Umfang des Versicherungsschutzes widerspiegeln:
- Wert der versicherten Geräte und Anlagen: Je höher der Gesamtwert der Technik, desto größer ist das mögliche Schadenvolumen. Entsprechend steigt in der Regel auch der Versicherungsbeitrag.
- Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes: Tarife mit einer breiteren Absicherung gegen unterschiedliche Schadenursachen sind meist kostenintensiver als Lösungen mit klar begrenztem Leistungsrahmen.
- Art der Elektronikversicherung: Eine pauschale Absicherung für mehrere Geräte kann in bestimmten Fällen günstiger sein als der Abschluss mehrerer Einzelverträge, insbesondere bei umfangreicher technischer Ausstattung.
- Selbstbeteiligung: Wird eine Selbstbeteiligung vereinbart, kann sich der laufende Beitrag reduzieren. Im Schadenfall trägt der Versicherungsnehmer dann einen festgelegten Teil der Kosten selbst.
- Optionale Zusatzleistungen: Zusätzliche Bausteine, etwa für spezielle Risiken oder Folgekosten, wirken sich auf die Beitragshöhe aus und erweitern den Schutz der Elektronikversicherung.
- Tarifliche Besonderheiten und Nachlässe: Manche Versicherer berücksichtigen bestehende Versicherungsverträge oder reduzieren den Beitrag, wenn bestimmte Risiken nicht eingeschlossen sind. Die Kosten ergeben sich daher immer aus einer individuellen Kombination mehrerer Faktoren.

Vergleich des Versicherungsumfangs der Basis- und erweiterten Elektronikabsicherung
Mit der folgenden Übersicht lassen sich die Leistungen zweier Schutzvarianten direkt gegenüberstellen.
| Leistungsmerkmal | Elektroschutzbrief Basis-Absicherung | Elektroschutzbrief Plus Erweiterte Leistungen |
| Versicherte Neugeräte mit Kaufpreis von | 100 € bis 3.500 € | 100 € bis 5.000 € |
| Verlängerung der Herstellergarantie bis zu | 5 Jahre | 7 Jahre |
| Geltungsbereich | 3 Monate europaweit | 3 Monate weltweit |
| Unterhaltungselektronik | ✔ | ✔ |
| Haushaltselektronik | ✔ | ✔ |
| Informations- und Kommunikationselektronik | ✔ | ✔ |
| Elektrische Gartengeräte und Werkzeuge | ✘ | ✔ |
| Elektrische Sportgeräte | ✘ | ✔ |
| Smarthome-Geräte | ✘ | ✔ |
Häufige Fragen zur Elektronikversicherung
Worin unterscheidet sich die Elektronikversicherung von der Hausratversicherung?
Eine Hausratversicherung deckt meist Grundrisiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruchdiebstahl ab. Eine Elektronikversicherung kann je nach Tarif auch typische Technikrisiken abdecken, etwa Bedienungsfehler oder Überspannung.
Wie wird die Versicherungssumme festgelegt?
Die Versicherungssumme orientiert sich meist am Neuwert oder Wiederbeschaffungswert der versicherten Geräte. Bei mehreren Geräten kann eine Gesamtsumme vereinbart werden.
Was kostet eine Elektronikversicherung?
Die Kosten richten sich nach Gerätewert, Art der Technik, gewünschtem Schutzumfang und einer möglichen Selbstbeteiligung. Höhere Versicherungssummen führen meist zu höheren Beiträgen.

Wie läuft die Schadenmeldung ab?
Im Schadensfall sollte der Versicherer zeitnah informiert werden. Häufig werden Nachweise wie Kaufbelege, Seriennummern, Fotos, Reparaturangebote oder ein Bericht zum Schadenhergang verlangt.
Gilt die Elektronikversicherung auch für mobile Geräte wie Laptops?
Je nach Tarif kann der Schutz auch mobile Geräte umfassen, oft mit Regeln zu Transport, Einsatzort und Aufbewahrung. Ob Schäden außerhalb der Betriebsstätte eingeschlossen sind, steht im Vertrag.
Gibt es eine Selbstbeteiligung?
Viele Tarife enthalten eine Selbstbeteiligung pro Schadenfall. Das kann den Beitrag senken, bedeutet aber, dass ein Teil der Kosten selbst getragen wird.
Fazit
Zum Abschluss lässt sich sagen: Eine Elektronikversicherung kann sich überall dort auszahlen, wo wichtige oder hochwertige Technik im Alltag oder im Betrieb eine zentrale Rolle spielt. Sie schützt vor finanziellen Folgen, wenn Geräte durch typische Risiken wie Bedienungsfehler, Überspannung, Kurzschluss, Wasser oder äußere Einwirkung beschädigt werden. Wer den Wert seiner Ausstattung realistisch einschätzt und den Tarif passend zum eigenen Bedarf wählt, erhält mit einer Elektronikversicherung einen verlässlichen Schutz, der im Schadensfall Reparatur- oder Ersatzkosten abfedern kann.
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