Unfälle passieren schnell: eine Radtour im Sommer, ein Sturz auf glatter Straße, ein Missgeschick im Haushalt oder ein Sportunfall. Die finanziellen Folgen können dabei erheblich sein. Die private unfallversicherung bietet Schutz, wenn es hart auf hart kommt. Sie kann helfen, finanzielle Belastungen zu tragen, die durch Unfallfolgen entstehen – sei es durch Heilkosten, Invalidität oder im schlimmsten Fall im Todesfall.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, was eine private Unfallversicherung ist, welche Leistungen sie bieten kann, für wen sie sinnvoll ist und worauf Sie beim Abschluss achten sollten.
Was versteht man unter einer privaten Unfallversicherung?
Eine private Unfallversicherung ist eine freiwillige Absicherung, die finanzielle Unterstützung leistet, wenn eine Person infolge eines Unfalls körperliche Schäden erleidet oder dauerhafte Einschränkungen zurückbleiben. Sie kommt immer dann zum Tragen, wenn ein Unfall zu gesundheitlichen Folgen führt, die den Alltag, die Arbeit oder die Lebensqualität langfristig beeinflussen können.

Im Unterschied zu gesetzlichen Sicherungssystemen ist die private Unfallversicherung nicht auf bestimmte Lebensbereiche beschränkt. Sie greift unabhängig davon, ob sich der Unfall im Haushalt, in der Freizeit, beim Sport oder während einer Reise ereignet. Damit deckt sie einen großen Teil des täglichen Lebens ab, in dem Menschen statistisch gesehen besonders häufig verunglücken.
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet hingegen nur bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen oder anerkannten Berufskrankheiten. Alle übrigen Situationen – etwa ein Sturz auf der Treppe, ein Unfall beim Radfahren oder eine Verletzung im Urlaub – fallen nicht unter den gesetzlichen Schutz. Genau hier setzt die private unfallversicherung an und sorgt für eine finanzielle Absicherung über die gesetzlichen Regelungen hinaus.
Warum ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?
Der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung ist klar begrenzt und bezieht sich auf wenige, genau definierte Bereiche des Lebens. Unfälle außerhalb der beruflichen Tätigkeit bleiben meist ohne gesetzliche Leistungen. Dabei ereignen sich viele Unfälle gerade im privaten Umfeld – beim Spazierengehen, bei handwerklichen Tätigkeiten zu Hause oder bei Freizeitaktivitäten.
Eine private unfallversicherung schließt diese Versorgungslücke und stellt finanzielle Mittel bereit, wenn ein Unfall schwerwiegende Folgen hat. Je nach Vertrag können verschiedene Leistungen vereinbart werden, die individuell auf die persönliche Lebenssituation abgestimmt sind.
Typische Leistungen einer privaten Unfallversicherung sind unter anderem:
- eine Kapitalzahlung bei dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen
- eine laufende Unfallrente bei langfristigen Einschränkungen
- die Übernahme unfallbedingter Kosten, etwa für medizinische Behandlungen oder notwendige Anpassungen im Alltag
- finanzielle Leistungen für Hinterbliebene im Todesfall
Diese Zahlungen können helfen, Einkommensverluste auszugleichen, notwendige Umbaumaßnahmen zu finanzieren oder zusätzliche Ausgaben zu decken, die nach einem Unfall entstehen. Damit bietet die private Unfallversicherung nicht nur dem Versicherten selbst, sondern auch der Familie eine wichtige finanzielle Stabilität in einer unerwarteten Ausnahmesituation.
Gerade weil ein Unfall das Leben von einem Moment auf den anderen verändern kann, stellt die private unfallversicherung eine wichtige Ergänzung dar, um finanzielle Risiken abzusichern, die im Alltag oft unterschätzt werden.

Wann greift eine private Unfallversicherung?
Eine private Unfallversicherung tritt dann ein, wenn ein Unfall innerhalb des vereinbarten Versicherungszeitraums und Geltungsbereichs passiert. Als Unfall gilt ein plötzliches, unvorhergesehenes Ereignis, das von außen auf den Körper einwirkt und zu einer gesundheitlichen Schädigung führt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Vorfall zu Hause, während sportlicher Aktivitäten, in der Freizeit oder auf Reisen ereignet.
Entscheidend ist, dass das Ereignis unerwartet geschieht und nicht auf eine innere Ursache zurückzuführen ist. Die private Unfallversicherung schützt somit in vielen Alltagssituationen, in denen kein gesetzlicher Versicherungsschutz besteht.
Typische Unfälle, die abgesichert sind
Zu den häufig versicherten Schadensfällen zählen unter anderem:
- ein Sturz von einer Leiter bei Renovierungsarbeiten
- Verletzungen beim Fußballspielen, Skifahren oder anderen Sportarten
- ein Fahrradunfall im Straßenverkehr oder auf Radwegen
- Ausrutschen auf nassem oder vereistem Untergrund
- Verletzungen im Haushalt, etwa beim Kochen oder Heimwerken
Solche Situationen können schnell zu längeren Ausfallzeiten oder bleibenden Einschränkungen führen. Genau hier setzt die private Unfallversicherung an und bietet finanzielle Unterstützung.

Fälle, die meist nicht versichert sind
In der Regel sind folgende Ereignisse nicht eingeschlossen:
- gesundheitliche Beschwerden ohne äußere Einwirkung, etwa Krankheiten
- Unfälle unter starkem Alkohol- oder Drogeneinfluss, abhängig vom Vertrag
- Verletzungen im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen
Daher empfiehlt es sich, die Vertragsdetails sorgfältig zu prüfen, um Klarheit über den tatsächlichen Leistungsumfang der privaten Unfallversicherung zu erhalten.
Welche Leistungen bietet eine private Unfallversicherung?
Die Leistungen einer private Unfallversicherung unterscheiden sich je nach Tarif und Anbieter. Grundsätzlich besteht der Versicherungsschutz aus mehreren wichtigen Leistungsbausteinen, die individuell kombiniert werden können.
Invaliditätsleistung
Die Invaliditätsleistung bildet das Herzstück jeder privaten Unfallversicherung. Führt ein Unfall zu einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung, zahlt der Versicherer eine einmalige Geldleistung aus. Die Höhe richtet sich nach zwei zentralen Faktoren:
- dem festgestellten Invaliditätsgrad
- der vereinbarten Versicherungssumme
Je stärker die gesundheitliche Einschränkung ausfällt, desto höher ist die Auszahlung. Diese Kapitalleistung kann genutzt werden, um Umbauten in der Wohnung, Hilfsmittel oder langfristige finanzielle Belastungen abzufedern.
Unfallrente
Einige Tarife sehen eine regelmäßige Unfallrente vor. Diese wird gezahlt, wenn der Invaliditätsgrad einen bestimmten Prozentsatz überschreitet, beispielsweise 50 %. Die monatliche Zahlung kann dazu beitragen, laufende Kosten zu decken, wenn die Erwerbsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt ist.
Gerade für Familien kann eine Unfallrente eine wichtige finanzielle Stütze darstellen, falls sich das Einkommen durch einen Unfall deutlich reduziert.

Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld
Viele private Unfallversicherungen beinhalten zusätzliche Geldleistungen für die Zeit nach dem Unfall:
- Krankenhaustagegeld bei stationärer Behandlung
- Genesungsgeld für die Phase nach der Entlassung aus dem Krankenhaus
Diese Zahlungen helfen, Einkommensausfälle oder erhöhte Ausgaben im Alltag auszugleichen, etwa für Fahrten, Haushaltshilfen oder Betreuungskosten.
Bergungskosten und kosmetische Eingriffe
Erweiterte Tarife der privaten Unfallversicherung übernehmen häufig auch:
- Kosten für Such-, Rettungs- und Bergungsmaßnahmen, etwa im Gebirge
- Ausgaben für kosmetische Operationen, wenn durch den Unfall dauerhafte sichtbare Verletzungen entstanden sind
Diese Leistungen sind nicht automatisch Bestandteil jedes Vertrags, können jedoch sinnvoll sein – besonders für sportlich aktive Personen oder Menschen, die viel unterwegs sind.
Todesfallleistung
Kommt es infolge eines Unfalls zum Tod der versicherten Person, zahlt die private Unfallversicherung eine vorher festgelegte Geldsumme an die Hinterbliebenen. Diese Leistung kann helfen, finanzielle Verpflichtungen zu bewältigen und Angehörige in einer schwierigen Lebensphase zu unterstützen.
Was kostet eine private Unfallversicherung?
Die Kosten für eine private Unfallversicherung richten sich nach mehreren Faktoren. Entscheidend sind vor allem die vereinbarte Versicherungssumme sowie der Umfang der gewählten Leistungen. Auch eine sogenannte Progression hat Einfluss auf den Beitrag, da sie bei schweren Unfallfolgen zu höheren Auszahlungen führt.
Darüber hinaus wirken sich persönliche Merkmale auf den Preis aus. Dazu zählen unter anderem das Lebensalter, die berufliche Tätigkeit sowie Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen mit erhöhtem Verletzungsrisiko. Je höher das Risiko eingeschätzt wird, desto höher fällt in der Regel auch der Versicherungsbeitrag aus.
Wer zusätzliche Leistungen wünscht – etwa eine regelmäßige Unfallrente oder eine höhere Invaliditätsleistung – muss ebenfalls mit höheren Beiträgen rechnen. Die private Unfallversicherung lässt sich somit individuell an den eigenen Bedarf anpassen.

Kostenbeispiele für eine private Unfallversicherung
Die folgende Tabelle zeigt beispielhafte Jahresbeiträge für unterschiedliche Personengruppen. Die Angaben dienen zur Orientierung und können je nach Anbieter und Tarif variieren.
| Personengruppe | Grundinvalidität | Progression | Todesfallsumme | Jahresbeitrag |
| Schülerin, 16 Jahre | 100.000 € | 225 % | 5.000 € | ab 29,53 € |
| Selbstständige Krankengymnastin, 30 Jahre | 150.000 € | 225 % | 5.000 € | ab 58,00 € |
| Rentner, 68 Jahre | 50.000 € | 225 % | 5.000 € | ab 36,08 € |
Beispielhafte Berechnung auf Basis eines Unfallversicherungs-Vergleichs (Stand 03/2024).
Erweiterte Leistungen ohne Mehrkosten in der privaten Unfallversicherung
Viele Tarife der private Unfallversicherung beinhalten zahlreiche Zusatzleistungen, die ohne einen höheren Beitrag gewährt werden. Dadurch entsteht ein deutlich breiterer Schutz, der auch besondere Unfallfolgen und außergewöhnliche Situationen abdeckt.
Zu den eingeschlossenen Leistungen zählen unter anderem:
- Einmalige Geldleistung bei Kopfverletzungen, selbst wenn zum Unfallzeitpunkt ein Helm getragen wurde, bis zu 500 €.
- Absicherung bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach Schutzimpfungen, sofern diese medizinisch anerkannt sind.
- Versicherte Infektionskrankheiten, etwa Borreliose oder FSME nach einem Zeckenstich sowie Malaria nach einem Insektenstich.
- Allergische Reaktionen, die infolge von Verletzungen an Haut oder Schleimhäuten auftreten können, beispielsweise durch Stiche oder Bisse.
- Leistungen bei Vergiftungen, etwa durch Gase oder verdorbene Lebensmittel; Alkoholvergiftungen sind bei Jugendlichen ab 14 Jahren ausgeschlossen.
- Finanzielle Unterstützung für Rehabilitationsmaßnahmen bis zu 2.500 € sowie Zuschüsse für Kuraufenthalte bis zu 1.000 €.
- Sofortzahlungen bei schweren Unfallfolgen, etwa bei Verlust eines Körperteils. In solchen Fällen werden bis zu 20 % der vereinbarten Versicherungssumme ausgezahlt, mindestens 10.000 € und höchstens 20.000 €.
- Kostenübernahme für kosmetische Eingriffe, sofern diese nach einem Unfall medizinisch notwendig sind, bis zu 50.000 €.
- Unfälle infolge akuter gesundheitlicher Ereignisse, wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Kreislaufzusammenbruch oder diabetischem Zuckerschock.
- Gesundheitliche Schäden beim Tauchen oder infolge starker körperlicher Erschöpfung.
- Unfälle durch vorübergehende Bewusstseinsstörungen, sofern diese auf ärztlich verordnete Medikamente oder Alkohol zurückzuführen sind. Dabei gelten festgelegte Promillegrenzen für Autofahrer und Radfahrer.
- Serviceleistungen für Such-, Rettungs- und Bergungseinsätze bis zu 50.000 €, auch wenn Minderjährige ohne Fahrerlaubnis in einen Unfall verwickelt werden, sofern keine weitere Straftat vorliegt.
- Versicherungsschutz für Flugreisende sowie Besatzungsmitglieder von Luftfahrzeugen.
- Beitragsfreie Mitversicherung neu hinzugekommener Familienmitglieder, etwa von Neugeborenen, für die Dauer von einem Jahr im Rahmen der Vorsorgeabsicherung.

Unfallversicherung im Vergleich: Wichtige Kriterien für die private Unfallversicherung
Beim Abschluss oder Vergleich einer private Unfallversicherung spielen mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle. Wer Tarife gegenüberstellt, sollte nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem auf die inhaltliche Ausgestaltung des Versicherungsschutzes.
Angemessene Versicherungssumme und Progression
Eine ausreichend hohe Versicherungssumme ist ein zentrales Element. Grundsätzlich gilt: Je jünger die versicherte Person, desto höher sollte die Summe gewählt werden. Eine starke Progression sorgt dafür, dass bei schweren Invaliditätsfolgen deutlich höhere Leistungen ausgezahlt werden. Als Richtwert gelten häufig zwei- bis dreifache Jahreseinkommen, in vielen Fällen auch ein deutlich höherer Ansatz – abhängig von Lebensphase und finanzieller Verantwortung.
Faire Gliedertaxe
Die Gliedertaxe bestimmt, wie stark einzelne Körperteile bei dauerhaften Beeinträchtigungen bewertet werden. Unterschiede zwischen den Anbietern können erheblich sein. Eine leistungsstarke private Unfallversicherung zeichnet sich durch überdurchschnittliche Prozentwerte aus, da diese direkt Einfluss auf die Höhe der Auszahlung haben.
Absicherung von Eigenbewegungen
Nicht jeder Unfall entsteht durch eine äußere Einwirkung. Typische Beispiele sind Umknicken beim Sport oder Stürze ohne Fremdeinwirkung. Tarife mit einer sogenannten Eigenbewegungsregelung berücksichtigen auch solche Situationen und bieten dadurch einen erweiterten Schutz.

Unfälle durch Bewusstseinsstörungen
Ein hochwertiger Versicherungsschutz umfasst auch Unfälle, die infolge von Alkoholeinfluss, Medikamenten oder plötzlichen gesundheitlichen Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall entstehen. Gerade hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen einfachen und leistungsstärkeren Tarifen der private Unfallversicherung.
Regelung zum Mitwirkungsanteil
Vorerkrankungen können bei der Leistungsberechnung eine Rolle spielen. Einige Versicherer reduzieren die Auszahlung bereits bei geringen Mitursachen. Bessere Tarife setzen hohe Schwellen an oder verzichten vollständig auf eine Kürzung, sofern die bestehende Erkrankung den Unfall nicht maßgeblich beeinflusst hat.
Beitragsdynamik mit Augenmaß
Eine Beitrags- oder Leistungsdynamik sorgt für steigende Versicherungssummen im Laufe der Jahre, angepasst an die Inflation. Gleichzeitig erhöhen sich jedoch die Beiträge. Besonders in jungen Jahren ist es oft sinnvoll, von Beginn an eine hohe Absicherung zu vereinbaren, da schwere Unfallfolgen langfristige Auswirkungen haben können.
Häufige Fragen zur private Unfallversicherung
Wo und wann besteht Versicherungsschutz?
Die private Unfallversicherung gilt rund um die Uhr und ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Der Schutz greift sowohl im Alltag als auch auf Reisen weltweit. Unfälle können zu Hause, im Straßenverkehr, bei Freizeitaktivitäten, beim Sport oder im Urlaub abgesichert sein.
Besteht Schutz auch bei selbst verursachten Unfällen?
Ja. Die private Unfallversicherung leistet auch dann, wenn der Unfall durch eigenes Fehlverhalten ausgelöst wurde. Entscheidend ist, dass es sich um ein plötzliches, von außen wirkendes Ereignis handelt, das zu einer körperlichen Verletzung führt.
Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall?
Bei Unfällen während der beruflichen Tätigkeit greift in erster Linie die gesetzliche Unfallversicherung. Diese ist jedoch auf Arbeitszeit und bestimmte Wege beschränkt. Die private Unfallversicherung bietet darüber hinaus Absicherung unabhängig davon, ob der Unfall im beruflichen oder privaten Umfeld passiert.
Sind Stürze im Haushalt mitversichert?
Ja. Ein Ausrutschen auf der Treppe, ein Sturz im Garten oder ein Unfall in der Küche fallen in den Schutzbereich der private Unfallversicherung, sofern die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Gibt es eine Wartezeit nach Vertragsbeginn?
In der Regel beginnt der Versicherungsschutz mit dem im Vertrag festgelegten Startdatum. Nur bei bestimmten Sonderfällen, etwa bei einzelnen Erkrankungen, können zeitliche Einschränkungen gelten. Diese sind in den Vertragsbedingungen geregelt.

Was bedeutet Invalidität in der Unfallversicherung?
Von Invalidität spricht man, wenn durch einen Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit entsteht. In diesem Fall zahlt die private Unfallversicherung eine einmalige Geldleistung oder – je nach Tarif – eine laufende Rente.
Wie wird die Höhe der Leistung festgelegt?
Die Auszahlung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der dauerhaften Beeinträchtigung. Grundlage ist eine sogenannte Gliedertaxe, die feste Prozentsätze für den Verlust oder die Einschränkung bestimmter Körperteile vorsieht. Die maximale Bewertung liegt bei 100 %.
Besteht Schutz beim Arbeiten im Homeoffice?
Unfälle während beruflicher Tätigkeiten zu Hause sind über die gesetzliche Absicherung nur eingeschränkt gedeckt. Die private Unfallversicherung schließt diese Lücke und bietet Schutz auch dann, wenn sich der Unfall im häuslichen Arbeitsumfeld ereignet.
Bis zu welchem Alter ist ein Abschluss möglich?
Viele Anbieter ermöglichen den Einstieg bis zu einem hohen Lebensalter, häufig bis 80 Jahre. Die Verträge laufen meist jährlich und verlängern sich automatisch. Mit zunehmendem Alter können sich Beiträge und Leistungen anpassen.
Wie unterscheidet sich die private Unfallversicherung von der Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die private Unfallversicherung leistet bei dauerhaften Schäden infolge eines Unfalls. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen, wenn die berufliche Tätigkeit dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann – unabhängig davon, ob die Ursache ein Unfall oder eine Krankheit ist. Beide Versicherungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können sich sinnvoll ergänzen.
Müssen Unfälle sofort gemeldet werden?
Ja. Ein Schaden sollte möglichst zeitnah gemeldet werden, idealerweise direkt nach dem Ereignis. Viele Versicherer bieten dafür telefonische Hotlines oder digitale Meldewege an.
Fazit: Private Unfallversicherung – Schutz, der zählt
Die private unfallversicherung bietet einen klaren Vorteil: Sie schafft finanzielle Sicherheit, wenn Sie sie am dringendsten brauchen. Unabhängig davon, ob es sich um eine Alltagssituation, Freizeitaktivität oder Reise handelt – dieser Schutz hilft, finanzielle Belastungen durch Unfallfolgen zu reduzieren.
Wer frühzeitig vorsorgt und einen passenden Tarif wählt, kann sein Risiko kontrollieren und den eigenen Lebensstandard sichern. Eine private Unfallversicherung ist ein sinnvolles Instrument, um sich gegen die Unsicherheiten des Alltags abzusichern.
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