Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland – und wie jedes Familienmitglied sollen sie im Krankheitsfall bestmöglich versorgt werden. Doch Tierarztbesuche, Operationen oder längere Behandlungen können schnell hohe Kosten verursachen. Eine Katzenversicherung hilft, diese finanziellen Risiken abzufedern und ermöglicht zugleich eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Je nach Tarif werden nicht nur Operationen, sondern auch Krankheiten, Zahnbehandlungen oder Vorsorgeleistungen übernommen.
Wie werden Katzen versichert?
Eine Katzenversicherung hilft dabei, medizinische Kosten rund um die Gesundheit einer Katze abzufangen. Je nach Behandlung können Rechnungen schnell in den dreistelligen bis vierstelligen Bereich steigen – etwa bei Operationen, Verletzungen, Infektionen oder länger andauernden Erkrankungen. Mit einem passenden Schutz bekommt die Katze im Ernstfall eine tierärztliche Versorgung, ohne dass der Halter finanziell stark belastet wird.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Varianten: OP Versicherung und Krankenversicherung. Die OP-Versicherung übernimmt die Kosten chirurgischer Eingriffe samt notwendiger Diagnostik und Narkose. Die Katzenkrankenversicherung geht darüber hinaus und deckt auch Tierarztbesuche, Medikamente, Diagnostik, Impfungen sowie Operationen ab. Welche Form sinnvoll ist, hängt vom Budget des Halters und vom gewünschten Leistungsrahmen ab.

Katzenversicherung im Vergleich 01/2026
Welche Form der Absicherung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter der Katze, ihrem Gesundheitszustand und dem Budget des Halters ab. Der Markt bietet eine breite Auswahl an Versicherern mit unterschiedlichen Tarifmodellen und Leistungsprofilen. Zu den Anbietern, die bei Katzenhaltern häufig nachgefragt werden, zählen Lassie, Dalma, Barkibu, SantéVet und HanseMerkur. Jeder dieser Versicherer setzt eigene Schwerpunkte und richtet sich an bestimmte Bedürfnisse. Im nächsten Schritt werden die jeweiligen Vorzüge und Einschränkungen genauer dargestellt.
| Anbieter | Tarife | Leistungen | Selbstbeteiligung | Vorsorgebudget |
| Lassie | OP-Schutz, Krankenvollschutz Mini, Midi, Maxi | 100 % Kostenübernahme, Tierarztkosten, OP-Kosten, präventive Maßnahmen, Bonusprogramm | 0 %, 20 %, 40 % | 35 € bis 140 € pro Jahr |
| Dalma | OP-Schutz, Krankenvollschutz | 100 % Kostenübernahme, Tierarztkosten, OP-Kosten, Vorsorgebudget | 10 %, 20 %, 30 %, 40 % | bis zu 100 € pro Jahr |
| Barkibu | Vollversicherung inklusive OP | 80 % Kostenübernahme, Tierarztkosten, OP-Kosten, KI-gestützte Gesundheitsberatung | 0 %, 20 % | Erstattung zu 100 % für Impfungen wie Tollwut, Polyvalenz, Zwingerhusten und Leukämie sowie für eine jährliche tierärztliche Gesundheitskontrolle. |
| SantéVet | Light, Comfort, Premium, Cat Indoo | Bis zu 90 % Kostenübernahme, Tierarztkosten, OP-Kosten, alternative Heilmethoden | 50 € bei Cat Indoor, sonst 0 € | Bis zu 90 € pro Jahr |
| HanseMerkur | OP-Schutz, Krankenversicherung | Bis zu 100 % Kostenübernahme, Tierarztkosten, OP-Kosten, Zahnbehandlungen | 0 € oder 250 € | 100 € pro Jahr |
Vor- und Nachteile der einzelnen Katzenversicherung
Von traditionsreichen Versicherern bis zu jungen Digitalanbietern reicht die Palette an Katzenversicherungen in Deutschland weit. Bei der Auswahl zählt jedoch nicht allein der Leistungskatalog, sondern auch die Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens. Einige Anbieter setzen stark auf digitale Prozesse, kurze Bearbeitungszeiten und einfache Kommunikation über App oder Onlineportal. Andere arbeiten mit klassischen Strukturen und bringen eine lange Erfahrung im Versicherungsbetrieb mit.
Im folgenden Abschnitt werden die in der Tabelle gegenübergestellten Anbieter einzeln vorgestellt und ihre Besonderheiten erläutert.
Lassie: Rabatte für Gesundheitskurse
Lassie wurde 2020 in Schweden gegründet und gehört zu den digitalen Anbietern im Bereich der Tierkrankenversicherung. Der Versicherungsschutz deckt sowohl Tierarztkosten als auch Vorsorgeleistungen wie Impfungen oder Behandlungen gegen Parasiten ab.
Kennzeichnend ist die nutzerfreundliche App, über die Halter Informationen zur Tiergesundheit erhalten und durch Gesundheitskurse Preisvorteile erzielen können. Positiv fällt zudem auf, dass es keine obere Altersgrenze für die Aufnahme von Katzen gibt. Einschränkungen bestehen jedoch bei rassespezifischen Erkrankungen. Voraussetzung für den Vertragsabschluss ist außerdem eine Kennzeichnung der Katze per Mikrochip.
Dalma: Kostenerstattung innerhalb von 48 Stunden
Dalma ist ein französischer Tierversicherer, der inzwischen auch in Deutschland aktiv ist. Auffällig sind Tarife mit variabler Selbstbeteiligung zwischen 10 und 40 Prozent sowie einem jährlichen Vorsorgebudget von bis zu 100 Euro. Die Verwaltung erfolgt über ein digitales Kundenportal.
Ein praktischer Aspekt ist die zügige Erstattung von Rechnungen innerhalb von 48 Stunden. Dadurch eignet sich Dalma für Halter, die nur ungern in Vorleistung gehen und eine einfache Abwicklung bevorzugen. Versichert werden Katzen bis zum neunten Lebensjahr.
Barkibu: KI-gestützte Gesundheitsvorsorge für Katzen
Barkibu ist ein spanischer Anbieter und arbeitet stark daten- und technologiegestützt, unter anderem mit Methoden der künstlichen Intelligenz. Anders als viele Wettbewerber trennt Barkibu nicht zwischen OP- und Krankenversicherung, sondern bietet eine kombinierte Vollversicherung an. Der Erstattungsanteil liegt bei 80 Prozent.
Im Leistungsrahmen enthalten sind auch Behandlungen wie Physiotherapie, Hydrotherapie, Akupunktur und Verhaltenstherapie. Ein Vorsorgebudget gibt es hingegen nicht. Vorteilhaft ist, dass Barkibu einen lebenslangen Versicherungsschutz vorsieht und den Vertrag auch bei hohen laufenden Kosten nicht beendet.

SantéVet: Alternative Heilmethoden inklusive
SantéVet ist ein französischer Versicherer, der seit 2020 auch in Deutschland aktiv ist. Die Katzenversicherung berücksichtigt nicht nur klassische tierärztliche Leistungen, sondern schließt auch alternative Verfahren wie Homöopathie, Akupunktur und physiotherapeutische Maßnahmen ein. Angeboten werden vier Tarifstufen mit Erstattungsquoten von bis zu 90 Prozent. Für viele Halter ist es ein Vorteil, dass SantéVet auch Behandlungen außerhalb der konventionellen Tiermedizin trägt.
Ein Vorsorgebudget von bis zu 90 Euro pro Jahr ist fester Bestandteil des Tarifsystems. Katzen können bis zum siebten Lebensjahr aufgenommen werden und erhalten danach einen lebenslangen Versicherungsschutz mit stabilen Leistungen.
HanseMerkur: Rassespezifische Erkrankungen mitversichert
HanseMerkur zählt zu den etablierten deutschen Versicherern und verfügt über eine lange Erfahrung im Bereich der Tierkrankenversicherung. Der Schutz für Katzen umfasst unter anderem Zahnbehandlungen sowie ein jährliches Vorsorgebudget von 100 Euro. Im Unterschied zu manchen Mitbewerbern akzeptiert HanseMerkur auch rassespezifische Erkrankungen.
Das Aufnahmealter liegt bei der OP-Versicherung bei bis zu 10 Jahren und bei der Krankenversicherung bei bis zu 8 Jahren. Nach Vertragsbeginn besteht der Versicherungsschutz lebenslang. HanseMerkur verzichtet außerdem auf altersbedingte Beitragssprünge. Positiv hervorzuheben ist auch die verlässliche Schadenbearbeitung. Einschränkungen ergeben sich dadurch, dass bestimmte Leistungen nur in höherwertigen Tarifvarianten enthalten sind.
Welche Katzenversicherung passt zu wem?
Der Vergleich der fünf Katzenversicherer zeigt ein differenziertes Bild:
- Lassie bietet einen breiten Leistungskatalog mit Tierarzt- und Vorsorgeleistungen und setzt stark auf digitale Services über eine App.
- Dalma zeichnet sich durch eine einfache Online-Verwaltung und eine sehr schnelle Kostenerstattung aus.
- Barkibu arbeitet technologiegestützt und trägt auch Behandlungen wie Physiotherapie und Verhaltenstherapie.
- SantéVet bezieht alternative Verfahren wie Homöopathie, Akupunktur und Physiotherapie in den Versicherungsschutz ein.
- HanseMerkur bringt langjährige Markterfahrung mit, nimmt ältere Tiere auf und berücksichtigt rassespezifische Erkrankungen.
Welche Versicherung für eine bestimmte Katze geeignet ist, hängt primär von Alter, Gesundheitslage und Tierarztkostenrisiko ab. Auch die finanzielle Belastbarkeit des Halters spielt eine Rolle. Am Ende sollte entscheidend sein, welche Leistungen im individuellen Fall relevant sind und welcher Anbieter diese in der gewünschten Erstattungshöhe bereitstellt.
Eine Katzenversicherung ist ein sinnvoller Schutz für verantwortungsvolle Haustierhalter, die im Ernstfall nicht zwischen Geld und Gesundheit ihrer Katze entscheiden möchten. Ob OP-Tarif oder Vollschutz – entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis und die individuellen Bedürfnisse des Tieres. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich, um guten Versicherungsschutz zu fairen Beiträgen zu erhalten und Ihrer Katze langfristig ein gesundes Leben zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Werden Vorerkrankungen bei Abschluss einer Katzenversicherung mitversichert?
In den meisten Fällen werden Vorerkrankungen nicht in den Versicherungsschutz aufgenommen. Versicherer fragen beim Abschluss nach dem Gesundheitszustand der Katze und können bekannte Erkrankungen durch Leistungsausschlüsse ausklammern oder den Antrag ablehnen. Daher lohnt es sich häufig, eine Versicherung abzuschließen, solange die Katze noch jung und gesund ist, um einen breiteren Schutz zu erhalten.
Gibt es Altersbeschränkungen für die Versicherung von Katzen?
Ja. Viele Anbieter legen Unter- und Obergrenzen fest. Üblich ist eine Aufnahme ab einem Alter von rund acht Wochen. Die Obergrenze variiert je nach Versicherer zwischen etwa sieben und zehn Jahren. Ältere Tiere können zwar teilweise aufgenommen werden, häufig jedoch zu höheren Beiträgen oder unter Einschränkungen.
Wie beeinflussen Alter und Rasse der Katze die Versicherungsbeiträge?
Alter und Rasse können sich auf die Beitragshöhe auswirken. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko, was sich in höheren Beiträgen niederschlagen kann. Einige Versicherer beschränken deshalb den Abschluss ab einem bestimmten Alter. Bestimmte Rassen, die statistisch häufiger von Erbkrankheiten betroffen sind, können ebenfalls teurer eingestuft werden oder unter Leistungsausschlüssen fallen.
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